08.07.2014
aerokurier

Schumacher-Krankenakte kommt aus Rega-RechnerSchweizerische Luftrettungsorganisation reicht Strafanzeige ein

Im Zusammenhang mit dem "Diebstahl" einer Patientenakte von Michael Schumacher geriet jetzt die schweizerische Luftrettungsorganisation Rega in die Schusslinie.

Rega Jubiläum Flotte

Neben den beiden Helikoptermustern Grand Da Vinci und EC145 betreibt die Rega drei Ambulanzflugzeuge des Musters Bombardier Challenger CL-604. Foto: Rega  

 

Die schweizerische Luftrettungsorganisation Rega mit Sitz in Zürich genießt nicht nur in ihrer Heimat einen hervorragenden Ruf. Die Organisation der Luftrettung mit Helikoptern und Ambulanzjets ist beispielhaft und das Personal ist hervorragend ausgebildet. Umso schlimmer ist, dass offenbar von einem Rechner der Rega vertrauliche Patienteninformationen weitergegeben worden sind. 

Eine französische Zeitung (Dauphiné Libéré) hatte am Montag (7. Juli) veröffentlicht, dass Informationen über die Krankenakte von Michael Schumacher, die kürzlich einigen Medien angebot wurde, vom Computer einer "wichtigen Helikopterfirma mit Sitz in Zürich" aus verschickt worden seien.

Die Rega teilte gegenüber der Presse mit, sie habe für die Verlegung des Patienten (Schumacher) von Grenoble nach Lausanne medizinische Abklärungen getroffen und den Transport per Ambulanz organsiert. Im Rahmen dieser Abklärung sei der Rega vom Spital in Grenoble ein medizinischer Bericht zur Verfügung gestellt worden. Die Rega nimmt weiterhin Stellung, dass ihr kein Hinweis auf ein felhbares Verhalten von Mitarbeitern vorliege, weshalb sie derzeit davon ausgeht, dass keine Patietenrechte verletzt und das Arztgeheimnis gewahrt wurden. Ebenso habe sie keine Kenntnis von laufenden Ermittlungen oder Verfahren von Behörden. 

Um umfassend Klarheit in dieser Angelegenheit zu schaffen, hat die Rega am heutigen Dienstag (8. Juli) eine Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Zürcher Staatsanwaltschaft eingereicht.



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