09.12.2016
aerokurier

Flottenerneuerung geplantRega setzt auf H145

Die schweizerische Rettungsflugwacht Rega hat den Kauf von sechs neuen Hubschraubern des Modells H145 beschlossen. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die sechs Hubschrauber inklusive medizinischer Ausrüstung auf 52 Millionen Franken.

Rega_H145_Anschaffung

Zu den Neuerungen der H145 im Vergleich zu der EC145 gehört ein leistungsstärkerer Antrieb, ein 4-Achsen-Autopilot und auch die Navigation und Avionik wurden verbessert (Foto und Copyright: Rega).  

 

Der Kaufvertrag mit Airbus Helicopters wurde diese Woche in Meiringen unterzeichnet. Die neuen Rettungshubschrauber sollen das Vorgängermodell EC145 ersetzen und an den Mittellandbasen der Rettungsflugwacht stationiert sein. Die Rega plant eine Finanzierung ohne Fremdkapital und möchte die Umstellung auf die H145 im Frühsommer 2018 vollziehen.

Die H145 eignet sich für intensivmedizinische Spezialtransporte, da selbst eine Herz-Lungen-Maschine oder ein Transportinkubatoren für Frühgeborene in der Kabine untergebracht werden können. Während die H145 an den Mittellandbasen in Zürich, Basel, Bern und Lausanne zum Einsatz kommen wird, setzt die Rega weiterhin den Hubschraubertyp Agusta Westland Da Vinci im Gebirge ein. Damit führt die Rettungsflugwacht auch in Zukunft die Zwei-Typen-Flottenstrategie fort.

Zu den Neuerungen der H145 im Vergleich zu der EC145 gehört ein leistungsstärkerer Antrieb, ein 4-Achsen-Autopilot und auch die Navigation und Avionik wurden verbessert. Seit 2003 nutzt die Rega die EC145 für Rettungseinsätze im Mittelland. Man möchte mit der H145 die bestehende Flotte erneuern und den Wartungsaufwand reduzieren, so der CEO der Rega, Ernst Kohler.

Neben der Erneuerung der Mittellandhubschrauber werden im Frühsommer 2018 drei neue Ambulanzjets die Rega-Flotte erweitern. Die Flugzeuge vom Typ Bombardier Challenger 650 sollen zukünftig für Patiententransporte weltweit zum Einsatz kommen. Für das Jahr 2021 plant die schweizerische Rettungsflugwacht eine Anschaffung von drei Rettungshelikoptern des Typs Leonardo Helicopters AW169-FIPS. Der allwettertaugliche Hubschrauber verfügt über eine Enteisungsanlage und kann daher auch Einsätze bei Vereisungsbedingungen fliegen.

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