15.12.2014
aerokurier

Erfolgreiche Lawinenrettung in der SchweizRega-Helikopter wurde per App alarmiert

Am dritten Adventwochenende waren die Einsatzhelikopter der schweizerischen Rega besonders gefordert, galt es doch einen von einer Lawine verschütteten Tourenskifahrer zu bergen.

Rega-Hubschrauber AgustaWestland Da Vinci

Der in Zweisimmen (Berner Oberland) stationierte Rega-Hubschrauber, eine AgustaWestland Da Vinci, verfügt über eine Rettungswinde und ist ausgelegt für Einsätze im Hochgebirge. Foto und Copyright: Rega  

 

Eine Lawine riß am Vormittag des 14. Dezember einen Tourenskifahrer rund 700 Meter in die Tiefe. Der Skifahrer, der mit einem Lawinen-Airbag ausgerüstet war, hatte sich nahe Oldehore, im  Grenzgebiet der Schweizer Kantone Waadt, Wallis und Bern aufgehalten. Die Lawine erfasste den Mann mit großer Wucht. Doch trotz der großen Fallhöhe über mehrere Felsstufen konnte dieser sich teilwelise selbst aus den Schneemassen befreien und die schweizerische Lufrettungsorganisation Rega per Notfall-App alarmieren. 

Da bei dem Lawingenabgang die Dringlichkeit hoch war, wurden neben dem Rega-Einsatzhelikopter der Station Zweisimmen auch zwei Rettungsspezialisten Helikopter (RSH) des Schweizer Alpen-Club (SAC) sowie ein Helikopter der Firma Swiss Helicopter zum Einsatzort beordert. 

Dank der präzisen Übertragung der Koordinaten konnte der Verschüttete von der Besatzung des Rega-Hubschraubers aus Zweisimmen schnell lokalisiert werden. Allerdings war eine Landung vor Ort ausgeschlossen, da man den Abgang einer zweiten Lawine nicht ausschließen konnte. Somit wurde der Notarzt mit der Rettungswinde zum Unfallopfer abgeseilt. Er grub den Mann vollständig aus und bereitete ihn für einen Transport mit der Winde vor. Dann wurde der Mann, der sich Verletzungen an den Extremitäten zugezogen hatte, an der Winde zu einem Zwischenlandeplatz geflogen, wo die weitere medizinische Versorgung erfolgte. Die Crews der anderen Hubschrauber stellten indes sicher, dass keine weiteren Personen verschüttet worden waren. Das Lawinenopfer konnte sofort in ein Krankenhaus geflgen werden.

Bereits 900000 mal wurde die Rega-App für Smartphones seit ihrer Einführung vor drei Jahren installiert, und bei mehr als 1000 Rettungseinsätzen erfolgte die Alarmierung direkt via App. Die Rega App ist erhältlich für Apple- und Android-Smartphones und kann kostenlos (im jeweiligen Store) heruntergeladen werden.



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