23.03.2015
aerokurier

Flottenwechsel bei der ADAC-LuftrettungNeue H145 fliegt als "Christoph Murnau"

Generationswechsel: In Murnau fliegt die H145 künftig Rettungseinsätze für die ADAC-Luftrettung. Es ist der erste Helikopter des Typs, den die Organisation im Einsatz hat.

Erste H145 bei der ADAC Luftrettung

De moderne H145 der ADAC-Luftrettung startet künftig als "Christoph Murnau" zu Rettungseinsätzen im Alpen-Vorland. Foto und Copyright: ADAC-Luftrettung  

 

"Schneller, höher weiter". So lautet das Motto für den neuen Helikopter, den die ADAC-Luftrettung jetzt an ihrer Station in Murnau der Öffentlichkeit vorstellte.

Die H145, eine Weiterentwicklung der zweimotorigen BK117 von Airbus Helicopters (bis vor wenigen Wochen hieß sie noch EC145 T2), wird das Ur-Muster nach 30 Jahren ablösen. Die ADAC-Luftrettung ist nach der DRF Luftrettung die weltweit zweite Luftrettungsorgansiation, die das neue Muster des Marktführers einsetzt.

Die Maschine mit der Bezeichnung "Christoph Murnau" ist mit einer Rettungswinde ausgerüstet, die vornehmlich im Alpenvorland zum Einsatz kommt. 

Bis 2018 sollen 14 Helikopter der neuen Generation ausgeliefert werden, dafür investierte der ADAC 130 Millionen Euro, eine einzelne H145 kostet rund 8,5 Millionen Euro.

Laut Thomas Burkhardt, Vizepräsident für Technik des ADAC, "ist der moderne, leise und leistungsstarke Hubschrauber ein enormer Gewinn für Patienten, Crew und Umwelt".

Der Probebetrieb des neuen Musters im Rettungsdienst am Unfallklinikum in Murnau begann am 23. März. Neben einer erheblichen Geräuschreduzierung durch den ummantelten Fenestron (Heckrotor) wurde auch das Innenleben des Helikopetrs modernisiert. Die Trage ist jetzt auf der rechten Seite positioniert, Arzt und Rettungsassistent müssen jetzt nicht mehr über Kreuz arbeiten. Alle medizinischen Geräte können an einem flexiblen Schienensystem befestigt werden. 

Die satellitengestützte Navigation wurde verbessert, um auch bei grenzwertigen Wetterbedigungen Einsätze fliegen zu können. Zudem gibt es ein zusätzliches Kollisionswarngerät an Bord. 



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