30.10.2013
aerokurier

Windenrettung mit Rega-Hubschrauber A109Mit der Winde direkt ins Krankenhaus

Die schweizerische Luftrettungsorganisation Rega flog am 29. Oktober einen ungewöhnlichen Einsatz.

Rega-Helikopter A109 da Vinci mit Rettungswinde

Der Rega-Hubschrauber A109 da Vinci ist für Rettungseinsätze im Hochgebirge mit Winde ausgerüstet. Foto und Copyright: Rega  

 

Eine Touristin war am Morgen des 29. Oktober 2013 in Unterseen bei Interlaken zu einer Bergtour auf den Harder aufgebrochen. Der 1322 m hohe Hausberg von Interlaken liegt südlich zwischen dem Thuner- und dem Brienzersee und erlaubt gute Sichten auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Bei einem Sturz zog sich die Frau Verletzungen zu, die zwar nicht schwer waren, jedoch einen Transport in ein Krankenhaus unabdingbar machten. Die Touristin nahm selbst Kontakt mit dem Sanitätsruf 144 auf. Da Bergung und Transport auf dem Landweg nicht möglich waren, startete ein Rettungshubschrauber, eine AgustaWestland A109 da Vinci, von der Rega-Basis Wilderswil. Die Patientin wurde mit Hilfe der Rettungswinde geborgen. Da der Transport ins nächste Krankenhaus sehr kurz war, verzichtete man auf ein Umladen der Patientin und flog die Frau, begleitet von einem Luftretter, direkt an der Winde zum Landeplatz des Krankenhauses. Von dort wurde sie sofort in die Notaufnahme gebracht.

Solch ein Einsatzverlauf ist äußerst selten, denn in der Regel werden bei Windenrettungen in unwegsamem Gelände zuerst ein Luftretter zur Sicherung und dann der Arzt zum Opfer abgeseilt. Am Boden wird der Patient in einem Bergesack stabilisiert und gesichert und gemeinsam mit Arzt oder Luftretter am Windenseil zum nächstgelegenen Landeplatz geflogen. Dort wird die "Fracht" vorsichtig abgesetzt und der Helikopter landet in unmittelbarer Nähe. Der Patient wird dann in den Innenraum umgeladen und direkt ins geeignete Krankenhaus geflogen. 



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