24.08.2012
aerokurier

Hubschrauber-WM 2012: Höhen und Tiefen für Team GermanyHubschrauber-WM: Höhen und Tiefen für Team Germany

Der erste Wettkampftag der 14. Hubschrauber-WM im russischen Drakino verlief für das deutsche Team durchwachsen. Im Präzisionsflug überzeugten die Russen, während sich Andreas Rübner/Holger Wolff (auf R44) auf Rang 5 eine hervorragende Ausgangsposition sichern konnten.

Ein Wollmützenmorgen stand den 50 Teams (Team 51 aus den Niederlanden hatte abgesagt) aus elf Nationen bevor, als sie am frühen Donnerstag zu ihrem ersten Event, dem Präzisionsflug, antraten. Es war regnerisch in Drakino und die Schiedsrichter unter dem deutschen Chiefjudge Wolfgang Perplies hatten sich vorsorglich mit entsprechender Kleidung versorgt.

Für die Crews ist Regenschutz nicht erforderlich, denn der Präzisionsflug, eigentlich ein Schwebeflug, dauert zum einen nur gut vier Minuten, zum anderen wird er mit geschlossenen Helikoptertüren geflogen. Der Copilot kann dem Piloten lediglich bei der Ansage von Höhen und Abständen helfen. Den Rest muss der Pilot selbst machen: Unter dem Helikopter befinden sich Ketten in zwei unterschiedlichen Höhen. Während eine Kette stets Bodenkontakt haben muss, darf die andere ihn nie berühren. Das gäbe es Punkteabzug von einem vorgegebenen Guthaben-Konto. Abzufliegen ist ein Rechteck (35 x 65 m), an zwei Ecken muss der Helikopter sauber um die eigene Achse gedreht werden, einmal rechts und einmal links herum. Anschließend fliegt er eine Diagonale ab, an deren Ende eine nur zehn Zentimeter breite Bodenmarkierung zum Absetzen zur Verfügung steht. Um die optimale Punktzahl zu erlangen, muss eine Markierung an der Kufe oder am Rumpf des Helikopters (sie wird von der Crew vorab selbst bestimmt) deckungsgleich mit der Bodenlinie sein. Hohe Kunst des Helikopterfliegens, bei vielen Crews allerdings reine Glückssache, denn das genaue Absetzen erfordert viel, viel Übung.

Erwartungsgemäß setzte sich ein russisches Team an die Spitze, Alexander Zhuperin/Nikolay Burov, mit 296,3 von 300 möglichen Punkten. Auf Rang zwei kamen die Briten David Monks/Caroline Gough-Cooper mit 294 Punkten. Auf den dritten Platz flog die Russin Evgenia Kurpitko mit ihrem ukrainischen Copiloten Vladimr Striyonok (293,2 Punkte). Hinter einem weiteren russischen Team landeten Rübner/Wolff auf dem hervorragenden fünften Platz (288,6 Punkte). Stegmüller/Scholpp landeten auf Platz 13, Eigner/Schauff nur auf dem für sie enttäuschenden 34. Platz. Beim zweiten Wettbewerbsteil, dem Fender Rigging am späten Nachmittag sollte alles besser werden ...

Fortsetzung folgt ...



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