01.10.2013
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Mi-26 und Mi-8 im Katastropheneinsatz in SibirienGroßhubschrauber helfen Flutopfern im Osten Russlands

Russisches Militär, Katatrophenschutz und zivile Hubschrauberbetreiber arbeiten derzeit Hand in Hand im äußersten Osten Sibiriens. Denn dort bekämpfen Mi-26 und Mi-8-Helikopter die größte Flut seit 120 Jahren.

Im Osten Sibiriens wurden Mitte August 2013 die Regionen Amur und Khabarowsk (am Ochotskischen Meer) von enormen Fluten heimgesucht. Laut Experten ist dies die schlimmste Hochwasserkatastrophe in der Region seit mehr als 120 Jahren.

Helikopter der russischen Luftstreitkräfte, des Ministeriums für Katastrophenschutz sowie von kommerziellen Betreibern flogen gemeinsam, um den Menschen vor Ort zu helfen. Dabei mussten bisher mehr als 23000 Betroffene aus überfluteten Orten geflogen werden. Außerdem wurden bei 50 Flügen mehr als 250 Tonnen Lebensmittel, warme Bekleidung und Medikamente sowie Spezialfahrzeuge und Rettungsequipment von Helikoptern in die Regionen gebracht.

Zum Einsatz kamen sieben Hubschrauber des Typs Mi-8/17 sowie vier Großhubschrauber Mi-26T. Der größte je in Serie gebaute Helikopter hat acht Hauptrotorblätter, wiegt 28 Tonnen und kann 20 Tonnen Last befördern. In der Druckkabine fliegen zwei Piloten sowie zwei Bordtechniker/Bordingenieure mit. Während zwei Maschine des Typs für den Transport von Menschen und Material zuständig waren, diente eine weitere Mi-26 als mobile Tankstation. Der Helikopter flog 14000 Liter Treibstoff in die Gebiete, um die Flüge der anderen Helikopter vor Ort sicherstellen zu können. Eine weitere Mi-26 des Katastrohenschutzes half bei der Evakuierung des Ortes Ivanowka im Zeisk-Distrikt der Amur-Region. Dort hatten die Wassermassen des Flusses Urkan mehr als 150 Wohnhäuser und andere Gebäude geflutet.



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