25.04.2013
aerokurier

Eurocopter EC145 fliegt unbemannt

Am Donnerstag präsentierte Eurocopter erstmals seinen EC145-Testträger im bemannten und unbemannten Flug. Im südfranzösischen Versuchszentrum Istres setzte die Maschine dabei eine Außenlast ab und flog das Profil einer typischen Beobachtungs- und Aufklärungsmission.

EC 145 AFlight 2013

Die EC145 hat Eurocopter als OPV getestet (Foto: Eurocoper/Deulin).  

 

Den ersten unbemannten Flug hatte die EC145 am 12. April absolviert. Dabei wurde wie bei der Vorführung der OPV-Fähigkeiten (Optionally Piloted Vehicle) ein vierdimensionaler Flugplan für die Flugroute im Bordsystem gespeichert, die auf Rollbahn 15/33 am Luftwaffenstützpunkt Istres begann und auch endete.

Nach dem automatischen Start passierte die EC145 mehrere programmierte Wegpunkte und ging auf halber Strecke in den Schwebeflug über, um eine Außenlast abzuladen. Anschließend begab sich die Maschine auf den Rückweg, während dem sie eine typische Beobachtungsmission durchführte und schließlich automatisch landete.

Die Fähigkeit zum OPV-Einsatz wurde seit September 2011 im Rahmen eines eigenfinanzierten Programms unter Leitung eines Teams am Eurocopterstandort Donauwörth entwickelt. Dort fanden auch die ersten Flugerprobungen statt, bei denen anfangs noch ein Pilot zur Beobachtung an Bord der EC145 war, gefolgt von weiteren bemannten sowie zwei unbemannten Testflügen in Istres.

Der Demonstrator vom    Typ EC145    ist einem verbessertem Vier-Achsen-Dual-Duplex-Autopiloten (AFCS, Automatic Flight Control System) sowie modernsten Navigationssystemen ausgerüstet. Darüber hinaus befindet sich in der Kabine das OPV-Avionik-Rack, in dem die Subsysteme für den Datenlink enthalten sind.

Kameras an Bord stellten der Bodenstation während der unbemannten EC145-Flüge zudem die erforderlichen Übersichtsbilder zur Verfügung. An der Hubschrauberaußenseite wurde zudem eine Kamera mit kardanischer Aufhängung für Wärmebild- und Tageslichtaufnahmen angebracht.

Mit den Ergebnissen der OPV-Testflüge hat Eurocopter nach eigenen Angaben die Basis dafür geschaffen, seine Produktpalette bei Bedarf als Optionally Piloted Vehicle auszurüsten. Ähnliche Programme werden auch von anderen Hubschrauberherstellern verfolgt.



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