19.12.2013
aerokurier

Neue Triebwerke für russischen Helikopter Mi-38 fliegt mit Klimov TV7-117V-Motoren

Der dritte Prototyp des neuen Mi-38-Transporthelikopters absolvierte seinen Erstflug mit den eigens für das Muster weiterentwickelten Klimov TV7-117V-Triebwerken. Jedes leistet bis zu 3000 shp.

Mi-38-Erstflug mit russischen Triebwerken

Prototyp Nummer 3 der Mi-38 absolvierte den Erstflug mit russischen Klimov TV7-117V-Triebwerken. Bisher fliegen zwei Prototypen des großen Hubschraubers mit Antrieben von Pratt & Whitney Canada. Foto und Copyright: Russian Helicopters  

 

Die Mi-38 machte im August 2012 eindrucksvoll auf sich aufmerksam, als sie während der Helikopter-WM im russischen Drakino einen Höhenrekord für Helikopter in der 10- bis 20-Tonnen-Klasse aufstellte. Sie stieg mit westlichen Antrieben von Pratt & Whitney Canada bis auf eine Höhe von 8600 Meter (rund 28300 Fuß).

Während die Prototypen 1 und 2 des Vielzweckhubschraubers mit Triebwerken von Pratt & Whitney Canada (PWC 127) ausgestattet sind, wurde bei Klimov in Russland ein Derivat des TV7-117-Antriebs weiterentwickelt. Auf Prototyp 3 kam es nun zum ersten Mal erfolgreich auf dem Werksgelände von Mil Moscow Helicopter zum Flugeinsatz. Seine Bezeichnung: TV7-117V.

Die FADEC-unterstützte Gasturbine gibt mit 2500 bis 3000 shp erheblich mehr Leistung ab als ihr Vorgänger und verbrennt gleichzeitig weniger Treibstoff. Für Notfälle stehen kurzfristig sogar bis zu 3750 shp pro Triebwerk zur Verfügung. Hersteller Klimov rechnet mit der Zulassung des neuen Triebwerks bis Ende 2014. Die Zulassung der Mi-38 ist für 2015 vorgesehen, dann soll auch die Serienproduktion beginnen, auch dafür ist das neue russische Triebwerke als Standardantrieb vorgesehen.

Die Mi-38 hat ein MTOW von 16,5 Tonnen und kann 30 Passagiere in einer Kabine mit Galley und Bordtoilette transportieren. Zudem eignet sich der Großhubschrauber für Frachttransporte, als fliegendes Hospital oder für Offshore-Flüge.



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