22.02.2018
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Luftrettungsbilanz 2017Die Rega fliegt mehr Einsätze

Mit 15958 Einsätzen war die Rega 2017 so gefragt wie noch nie – sowohl im In- als auch im Ausland. Das entspricht einem Einsatz alle 33 Minuten.

Rega Hubschrauber ca. 2017

Die Rega-Hubschrauber waren 2017 bei mehr Einsätzen unterwegs (Foto: Rega).  

 

Sowohl die Rettungshelikopter als auch die Ambulanzjets waren 2017 häufiger in der Luft als noch im Vorjahr: 11774 Einsätze mit Hubschraubern (+6,5 Prozent) und 886 Jet-Einsätze (+3,3 Prozent) wurden von der Einsatzleitung organisiert. Dabei betreuten die Rega-Crews mit insgesamt 10788 Patientinnen und Patienten (+7,1 Prozent).

Die Einsatzzahlen der Rega-Helikopter widerspiegeln grundsätzlich die Wetterbedingungen und das Freizeitverhalten der Schweizer Bevölkerung und unterliegen daher natürlichen Schwankungen. Besonders deutlich zeigte sich dies in den Monaten Februar und Oktober des letzten Jahres, die 2017 überdurchschnittlich sonnig ausfielen. Gut ein Viertel mehr Patientinnen und Patienten als im Vorjahr benötigten während dieser Zeit rasche medizinische Hilfe aus der Luft.

2017 repatriierte die Rega insgesamt 1249 Patienten (+2,1 Prozent). Davon wurden 901 Patienten (+3,7 Prozent) in einem der drei Ambulanzjets zurück in die Heimat geflogen. Für 348 Patienten (-1,7 Prozent) konnte die Rega die Rückreise an Bord eines Linienflugzeuges in Begleitung eines Flugarztes, einer Intensivpflegefachperson oder ohne Begleitung organisieren.

Wie im Vorjahr waren auch 2017 Erkrankungen der häufigste Grund für den Einsatz eines Rettungshelikopters: 44 Prozent aller Helikoptereinsätze flogen die Rega-Crews für Patienten mit einer schweren oder akuten Erkrankung, wie beispielsweise Schlaganfälle oder Herzkreislauf-Erkrankungen.

Mit grossem Abstand folgen Einsätze aufgrund von Wintersport-, Arbeits- und Verkehrsunfällen. Bei den Repatriierungen mit den Rega-Ambulanzjets ist der Anteil noch höher: 61 Prozent der Patienten wurden aufgrund einer Erkrankung im Ausland zur weiteren Behandlung in die Schweiz geflogen, 39 Prozent aufgrund eines Unfalls.



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