09.07.2015
aerokurier

Umweltfreundliche ZukunftstechnologienBluecopter: Noch leiser in die Zukunft

Mit dem Bluecopter stellte Airbus Helicopters an seinem deutschen Standort Donauwörth innovative, umweltfreundliche Zukunftstechnologien für Helikopter vor.

Bluecopter

Erste öffentliche Präsentation der neuen Technologie Bluecopter. Als Plattform dient eine H135 von Airbus Helicopters. Foto und Copyright: Renate Strecker  

 

Leiser, effizienter und geräuschärmer werden Helikopter von Airbus Helicopters in der Zukunft unterwegs sein. An seinem deutschen Firmenstandort in Donauwörth präsentierte der Marktführer jetzt sein neues Technologieprogramm, das den Namen Bluecopter trägt. 

Für die Flugversuche dient eine zweimotorige H135 als Plattform. An ihr werden alle relevanten Technologien getestet, die später auch zur Seriereife gelangen sollen. Dazu gehört ein weiterenwickelter Fenestron (mit T-Tail-Höhenleitwerk), ein neues Fünf-Blatt-Rotorsystem (BlueEdge) für verbesserte Leistungen und eine deutlich reduzierte Geräuschermission bei erheblich verringertem Vibrationsniveau.

Im Einmotoren-Betrieb, dessen Weiterenwicklung über den sicherheitsrelevanten Bereich hinaus ein Schwerpunkt im Technologieprogramm darstellt, soll der Treibstoffverbrauch im Reiseflug um bis zu 40 Prozent gesenkt werden. Neben der Reduzierung des Geräuschpegels um zehn Dezibel unter den ICAO-Grenzwert und eine deutliche Senkung des CO2-Ausstosses, wird ein neues ganzheitliches Aerodynamikdesign die Effizienz im Fluge verbessern und dabei gleichzeitig auch Nutzlast sowie Passagierkomfort verbessern.

Als "Testtriebwerke" dienen zwei PW206B2 von Pratt & Whitney Canada aus der Serienprodktion. Sie leisten jeweils 498 kW (667 shp). Um die ehrgeizigen CO2-Ziele zu erreichen, wurde der Helikopter mit einem modifizierten Leistungsmanagement des Triebwerks ausgerüstet, bei dem einer der beiden Motoren im Reiseflug in einen Eco-Modus geschaltet werden kann. Das automatsierte Steuerungssystem enlastet die Crew und gewährleistet gleichzeitig den sicheren Betrieb des Helikopters.

Der größte Teil der Forschung zur Bluecopter-Technologe wurde von Airbus Helicopters selbst finanziert. Einige Programme entstanden im Rahmen europäischer Initiativen, wie Clean Sky, sowie des vierten zivilen Luftfahrtforschungsprgramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (LuFo IV).



Weitere interessante Inhalte
Airbus Helicopters Erste H160 in Serienausführung hebt ab

18.12.2018 - Airbus Helicopters hat in Marignane mit der Flugerprobung der ersten H160 in Serienkonfiguration begonnen. Der Hubschrauber wird 2020 an den Erstkunden Babcock ausgeliefert. … weiter

Luftrettung in Sachsen DRF erhält Zuschlag für Dresden und Bautzen

20.08.2018 - Im Rahmen der Neuauschreibung hat die Landesdirektion Sachsen die Konzession für die Primär-Luftrettung an den beiden Stationen Bautzen und Dresden an die DRF Luftrettung vergeben. Der Vertrag läuft … weiter

Airbus Helicopters Rega übernimmt ihre ersten H145

25.06.2018 - Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega nahm in Donauwörth die ersten zwei von insgesamt sechs neuen Rettungshelikoptern vom Typ H145 in Empfang. … weiter

Luftrettung in Österreich ARA Flugrettung mit H145 in Fresach

06.06.2018 - Die ARA Flugrettung stellte feierlich den neuen Notarzthubschrauber „RK-1“ vor. Die Airbus Helicopters H145 ist eine der beiden ersten ihres Typs, die in Österreich in Dienst gehen. … weiter

EBACE 2018 Debüt der Airbus Helicopters ACH130 in Genf

30.05.2018 - Airbus Helicopters zeigt auf der EBACE erstmals die ACH-Ausführung der H130. Si wird von Monacair betrieben. … weiter


aerokurier 1/2019

aerokurier
1/2019
27.12.2018

Abonnements
Digitalabo
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Reisereportage: Über dem Hudson
- Pilot Report: Wie fliegt die neue Jet Ranger?
- Praxis: Praxistipps für das Fliegen in den USA
- AirLeben: Forschung aus der Luft
- Segelflug: Akaflieg enthüllt AK-X
- Business Aviation: Internet im Business Jet
- Praxis: Politiker zur ZÜP
- Segelflug: Segelflug im Winter
+ 32 Seiten Special: Maintenance