01.08.2014
aerokurier

DRF Luftrettung ist weltweiter ErstkundeAirbus Helicopters übergibt neue EC 145 T2

Die in Baden-Baden beheimatete DRF Luftrettung ist der weltweit erste Betreiber, der mit der neuen EC 145 T2 von Airbus Helicopters fliegen wird. In Donauwörth wurde jetzt die erste von insgesamt 20 Maschinen an die Luftrettungsorganisation übergeben.

Mit Stolz verwies Dr. Wolfgang Schoder, CEO von Airbus Helicopters Grmany, auf diesen besonderen Tag, der nicht nur große Bedeutung für Luftrettung habe, sondern auch auch für die moderne Gesellschaft. Der neue Helikopter sei von zentraler Bedeutrung für die Entwicklung und zugleich Antriebsfeder für Techniker und Ingenieure zu noch mehr Innovationen. 

Eine Innovation ist die EC145 T2 in der Tat. Der zweimotorige Helikopter in der Vier-Tonnen-Klasse ist eine Weiterentwicklung der BK 117, enthält jedoch einen Fenestron anstelle des konventionellen Heckrotors. Zudem sind die beiden Zweikanal-digital (dual FADEC) -gesteuerten Arriel-2E-Triebwerke von Turbomeca erheblich leistungsstärker als die des Vorgängers, was besonders in der Luftrettung von großer Bedeutung ist und ein hohes Maß an zusätzlicher Sicherheit für die Insassen darstellt. Die triebwerke verfügen über sehr große Reserven.  

Absolut neu ist auch das Cockpit mit der von Airbus Helicopters selbst entwickelten Avionik, die den Namen Helionix trägt, kombiniert mit einem neuen Vier-Achsen-Autopilot. Der Pilot erhält auf großen Displays nur noch dann zusätzliche Informationen, wenn dies aus Sicherhehitsgründen relevant sein sollte, ansonsten kann er sich auf das konzentrieren, was wichtig ist: das Fliegen. Die Arbeitsbelastung im Cockpit wird erheblich gesenkt, die Sicherheit damit erhöht.

DRF-Luftrettung und ADAC-Luftrettung, die das Muster auch bekommen werden, haben gemeinsam mit dem Hersteller Bucher aus der Schweiz auch ein völlig neues medizinisches Innenleben für den Helikopter entwickelt. Es vereinheitlicht die Handgriffe der Notärzte und Luftrettungsassistenten mit einheitlichen Halterungen und eindeutig definierten Positionen für das Notfallequipment.

Auch die neue Trage, viel leichter als bisher, jedoch breiter und erheblich belastbarer, weil die Patienten leider immer schwerer werden, ist künftig auf der rechten Seite postioniert. Dies entlaste beim Be- und Entladen sowie bei der Arbeit der Ärzte im Fluge (die meisten Menschen sind Rechtshänder).

Die erste EC145 T2 mit der Kennung D-HDSF der DRF Luftrettung wird jetzt in der Werft in Baden-Baden mit dem neuen Medizinequipment ausgestattet und soll dann ab Dezember 2014 ihren Dienst in München (Christoph München) aufnehmen. Der nachtflugtaugliche Helikopter wird dort im 24-Stunden-Einsatz stehen. Zwei weitere von insgesamt 20 EC 145 T2 sollen noch im Laufe dieses Jahres folgen. Der modere Helikopter wird die BK 117 und die Bell 412 der DRF-Luftrettung ablösen.



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