30.06.2014
aerokurier

Geringe Beteiligung beim BürgerentscheidFlugplatz Schwarze Heide ist gerettet

93.881 Wahlberechtigte aus Bottrop waren am gestrigen Sonntag dazu aufgerufen, im Rahmen eines Bürgerentscheids über die Zukunft des Verkehrslandeplatzes Dinslaken/Schwarze Heide (EDLD) abzustimmen. Die erforderliche Mindestzahl der Ja-Stimmen wurde nicht erreicht, so dass die städtischen Zuschüsse gesichert sind.

Flugplatz Dinslaken Schwarze Heide TBM 850

Eine TBM 850 am Flugplatz Dinslaken/Schwarze Heide. Foto und Copyright: Flugplatzgesellschaft Schwarze Heide mbH  

 

Beim Bürgerentscheid ging es um die Zuschüsse der Stadt Bottrop. Zur Abstimmung stand folgende Frage:  „Soll die Stadt Bottrop ab 2015 Verluste der Flugplatzes Schwarze Heide mbH nur noch in Höhe der im Gesellschaftsvertrag festgelegten Summe von maximal 49.000 DM (ca. 25.000 Euro) ausgleichen?“

13.732 Bürger gaben ihre Stimme ab. 8031 von ihnen stimmten mit „Ja“, richteten sich also gegen eine weitere Bezuschussung des Flugplatzes. 5684 stimmten mit „Nein“. Damit sprach sich zwar eine Mehrheit dafür aus, die Zuschüsse zu kürzen, doch die erforderliche Mindestzahl von 9389 Ja-Stimmen wurde nicht erreicht. Damit ist klar, dass die Stadt Bottrop auch künftig Zuschüsse zahlen wird. Ohne dieses Geld wäre eine Insolvenz des Platzes absehbar gewesen.

280.000 Euro erhält die Flugplatzgesellschaft jedes Jahr von den Eigentümern. 137.000 Euro davon zahlt die Stadt Bottrop. Gesellschafter sind neben der Stadt Bottrop die Stadt Dinslaken, die Gemeinde Hünxe, die Stadt Voerde und der Kreis Wesel. Rund die Hälfte der Zuschüsse fließt über Pachten und andere Abgaben direkt zurück in öffentliche Kassen der Stadt Bottrop.

Der Verkehrslandeplatz, einer der größten in Nordrhein-Westfalen, wurde 2010 ausgebaut. Er verfügt heute über eine 1500 Meter lange Bahn, auf der jedes Jahr zwischen 41.000 und 55.000 Flugbewegungen stattfinden. Rund 100 Arbeitsplätze bietet der Platz. Prominentester Arbeitgeber ist die Firma Extra Aircraft. In unmittelbarer Nachbarschaft entwickelt sich ein Gewerbegebiet, das langfristig weitere Arbeitsplätze sichern soll.

Das amtliche Ergebnis gibt es hier.

Patrick Holland-Moritz


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