12.09.2018
aerokurier

Mission Aviation FellowshipBuschpiloten-Training im Sauerland

Nachwuchsbuschpiloten aus ganz Europa trainieren ab Donnerstag, 13. September, im Sauerland. Im Marburger Bergland lernen die angehenden Buschpiloten Flugtechniken, die normalerweise im afrikanischen Busch oder im Dschungel von Papua-Neuguinea zum Einsatz kommen.

MAF-Einsatz

Einsatz unter schwierigen Bedingungen: Die MAF-Piloten fliegen in entlegenen Regionen. In Marbug trainieren sie das Fliegen in den Bergen. Foto und Copyright: Mission Aviation Fellowship  

 

"Das Training in Marburg ist für die Flugschüler sehr wichtig", erläutert Stefan Hageneier, der Personalleiter und Cheffluglehrer von MAF Deutschland. „Einige von ihnen werden später in den entlegendsten Fluggebieten der Welt arbeiten." Das Hilfswerk unterstützt etwa 1500 humanitäre Organisationen mit 136 Flugzeugen in 30 Entwicklungsländern. Organisiert wird der Kurs von MAF Deutschland und der niederländischen Flugschule MATC, die sich auf das Buschfliegen spezialisiert hat. "Für einen Piloten, der gerne in Papua-Neuguinea fliegen will, aber nur Erfahrungen im europäischen Flachland hat, ist das Sauerland ein gutes Trainingsgebiet - hier gibt es immerhin bis zu 800 Meter hohe Hügel", erklärt Marco Koffeman, der Geschäftsführer der MAF-Flugschule in Teuge.

Stefan Hageneier von der MAF

Das Lachen ist ihm nicht vergangen: MAF-Fluglehrer Stefan Hageneier (links) aus Calw mit einem Schüler während eines Buschpiloten-Kurses in Marburg. Foto und Copyright: Mission Aviation Fellowship  

 

Drei Mal im Jahr finden im Sauerland MAF-Kurse mit unterschiedlichen Schwerpunkten statt: Fliegen im Gebirge, Starten und Landen auf kurzen Bahnen und das Einschätzen der Landebedingungen aus der Luft. Bei dem nun beginnenden Kurs lernen die Piloten Flugtechniken in hügeligen Gebieten. So wird zum Beispiel das Wenden am Ende eines Tales trainiert – der sogenannte 'Canyon Turn' – oder wie man bei einer tiefliegenden Basis von einem Tal zum nächsten gelangt – das sogenannte 'Ridge Crossing'. Nach der Ausbildung reisen die Piloten in Entwicklungsländer, um dort lokale Kirchen zu unterstützen, aber auch um Spezialisten anderer Organisationen wie etwa Ärzte ohne Grenzen in Regionen zu bringen, die sonst nur schwer zugänglich sind.




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