18.04.2018
aerokurier

Aero 2018: Hybridantrieb MagnusMagnus-Hybrid mit Smart-Diesel

Derweil der Selbstzünder als Autoantrieb in der öffentlichen Diskussion gerade ziemlich madig gemacht wird, erlebt er in der Entwicklung hochmoderner Flugzeugantriebe seine Renaissance. Die gestern als Weltneuheit vorgestellte Magnus Fusion Hybrid setzt neben dem Elektroantrieb von Siemens auf einen Kleindiesel aus dem Automobilbau.

Magnus Fusion

Hybridantrieb Fusion. Foto und Copyright: Armin Wegener  

 

Der Selbstzünder aus dem Smart stellt zu Aufladung der Akkus im Flugbetrieb der Fusion Hybrid bis zu 40 kW bereit, was die Reichweite des Elektroflugzeugs erheblich verlängert. Ursprünglich verfügt das Dreizylinder-Motörchen aus dem Kleinstwagen der Daimlertochter über 45 PS und war von der Alfelder FlyEco GmbH vor Jahren bereits als Flugzeugantrieb umgebaut worden. Nach den Modifikationen, die zu einer Leistungssteigerung auf 80 PS führten, hatte FlyEco das kleine Dieselaggregat bereits über 2.500 Flugstunden in einer FK 9 als Testträger eingesetzt. Mit einem Verbrauch von FlyEco zufolge nur 7 Litern pro Stunde konnte bereits die Reichweite des UL auf bis zu 4.000 Kilometer gesteigert werden.

Magnus Fusion Hybrid

Magnus Fusion Hybrid. Foto und Copyright: Frank Martini  

 

Der von dem Dieselmotor angetriebene Generator SG55 liefert eine Dauerleistung von 33 kW, die zur Aufladung der vier Akkustacks mit je knappen zwei Kliowattstunden zur Verfügung stehen. Dadurch konnte die für den Flugbetrieb benötigte Akkukapazität gegenüber der Magnus e-Fusion mehr als halbiert werden – der ungarische Elektroflieger war zuletzt mit einer Gesamtkapazität von 18 kW/h versehen worden. Die Magnus Fusion Hybrid wird von dem Siemens SP55D angetrieben, der eine Dauerleistung von 55 kW bereitstellt. Mit diesem Antrieb reicht die Akkukapazität des Hybridfliegers aus, rein batteriebetrieben zu Starten und zu Landen – im Flug sorgt dann der kleine Smart-Diesel dafür, dass der Strom nie knapp wird. Bereits eine Woche vor der AERO hatte das weltweit einzige Flugzeug mit seriellem Hybrid-Antriebssystem erfolgreich seinen Jungfernflug im ungarischen Matkóbuszta absolviert.

Mehr zum Thema:
Frank Martini


Weitere interessante Inhalte
Neue Uhr und neue Avionik-Features Garmin zündet Update-Feuerwerk

18.07.2018 - Drei Modelle, interner Speicher für Musik und ein Sensor zur Sauerstoffmessung im Blut: Garmin hat seine Pilotenuhr D2 aktualisiert. Auch bei seiner Avionik und der App Garmin Pilot präsentiert der … weiter

Trockene Wetterlage Waldbrände aus dem Cockpit erkennen

09.07.2018 - Piloten des Luftsportverbands Rheinland-Pfalz sind angesichts der anhaltend trockenen Wetterlage aufgerufen, als fliegende Feuermelder unterwegs zu sein. Es gilt, Brände frühzeitig zu erkennen und zu … weiter

Verkaufserfolg für Tecnam Air Paris Academy bestellt vier P2010

14.06.2018 - Tecnam hat vier P2010 Mk II an die Air Paris Academy verkauft. Die Flugschule hält sich eine Option für weitere Bestellungen offen. … weiter

BRS Aerospace Neues Gesamtrettungssystem für die 600-Kilogramm-Klasse

09.05.2018 - Ein zweites Gesamtrettungssystem von BRS Aerospace, das auf 600 Kilogramm ausgelegt ist, hat die deutsche Musterzulassung erhalten. … weiter

AERO 2018: Neues UL Nexth vor der Zertifizierung

20.04.2018 - 2011 hatte die italienische Aero and Tech in Friedrichshafen ihr Projekt Nexth vorgestellt – ein Leichtflugzeug, dessen Äußeres durchaus sinnbildlich für den Begriff "Batmobil" stehen kann. Nun sind … weiter


aerokurier 06/2018

aerokurier
06/2018
23.05.2018

Abonnements
Digitalabo
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- PA-22 Pacer: Pipers frühe Shortwing
- Segelflug: 50 Jahre ASW 15
- Pilot Report: Niki Kallithea und Lightning
- Praxis: Mit dem UL zwischen Boeing und Airbus
- Luftrecht: Luftsportgeräte im gewerblichen Betrieb