20.04.2018
aerokurier

AERO 2018: ExperimentalFlamingo fliegt jetzt schwerer

Das ursprünglich als UL entwickelte slowenische Leichtflugzeug TAF3 Flamingo fliegt nun mit einem zulässigen maximalen Abfluggewicht von 650 Kilogramm. Möglich wurde die Auflastung durch einen Eintrag in den slowenischen Annex II.

Flamingo 1

Das ursprünglich als UL entwickelte slowenische Leichtflugzeug TAF3 Flamingo auf der AERO. Foto und Copyright: Patrick Holland-Moritz  

 

Das ursprünglich als UL entwickelte slowenische Leichtflugzeug TAF3 Flamingo fliegt nun mit einem zulässigen maximalen Abfluggewicht von 650 Kilogramm. Möglich wurde die Auflastung durch einen Eintrag in den slowenischen Annex II.

Inzwischen ist in Kromberk die dritte Flamingo aus der Halle gerollt und auf der AERO in Friedrichshafen mit dem Kennzeichen S5-MBM ausgestellt. Der Zulassung liegt ein slownisches Permit to Fly zugrunde, TAF3 hat ihr Flugzeug in den nationalen Annex II eintragen lassen. Damit kann die Flamingo nun mit einem LAPL oder PPL in allen 44 Mitgliedsstaaten der European Civil Aviation Conference mit einem MTOW von 650 kg geflogen werden – auch im Kunstflug.

Flamingo 2

Höchst Komfortabel: Die Kabine der Flamingo gehört unter den Tandemsitzern zu den breitesten. Foto und Copyright: Patrick Holland-Moritz.  

 

Das Flugzeug mit der neuen Lackierung ist baugleich mit dem im aerokurier vorgestellten grün-weißen Vorserienmodell, das noch eine italienische UL-Zulassung trug. Wie bei dieser Maschine ist auch die "Mike-Bravo-Mike" anstelle des Rotax mit dem 130PS-starken belgischen UL 350iS ausgestattet. Auch der Dreiblatt-CS-Propeller des neuseeländischen Herstellers Airmaster wurde nebst Steuereinheit in die neue Maschine übernommen. Geändert wurde gegenüber dem Vorserienmodell nur die Avionik. In die in Friedrichshafen ausgestellte Maschine sind nun zwei Garmin G3X Touch eingebaut – vorn im 10-Zoll-Format, auf dem hinteren Platz mit einem siebenzölligen Schirm.

Inzwischen gibt es auch einen Vertriebspartner der Flamingo für Deutschland und Österreich. Bei Wilhelm Thaller aus dem salzburgischen Zell am See kann die Flamingo in einer Grundausstattung "ready to fly" für 139.900 €uro erworben werden. Aufpreispflichtig ist etwa die Garmin-Avionik, eine Lederausstattung oder auch die optionale Schleppkupplung.

Mehr zum Thema:
Frank Martini


Weitere interessante Inhalte
Neue Uhr und neue Avionik-Features Garmin zündet Update-Feuerwerk

18.07.2018 - Drei Modelle, interner Speicher für Musik und ein Sensor zur Sauerstoffmessung im Blut: Garmin hat seine Pilotenuhr D2 aktualisiert. Auch bei seiner Avionik und der App Garmin Pilot präsentiert der … weiter

Trockene Wetterlage Waldbrände aus dem Cockpit erkennen

09.07.2018 - Piloten des Luftsportverbands Rheinland-Pfalz sind angesichts der anhaltend trockenen Wetterlage aufgerufen, als fliegende Feuermelder unterwegs zu sein. Es gilt, Brände frühzeitig zu erkennen und zu … weiter

Verkaufserfolg für Tecnam Air Paris Academy bestellt vier P2010

14.06.2018 - Tecnam hat vier P2010 Mk II an die Air Paris Academy verkauft. Die Flugschule hält sich eine Option für weitere Bestellungen offen. … weiter

BRS Aerospace Neues Gesamtrettungssystem für die 600-Kilogramm-Klasse

09.05.2018 - Ein zweites Gesamtrettungssystem von BRS Aerospace, das auf 600 Kilogramm ausgelegt ist, hat die deutsche Musterzulassung erhalten. … weiter

AERO 2018: Neues UL Nexth vor der Zertifizierung

20.04.2018 - 2011 hatte die italienische Aero and Tech in Friedrichshafen ihr Projekt Nexth vorgestellt – ein Leichtflugzeug, dessen Äußeres durchaus sinnbildlich für den Begriff "Batmobil" stehen kann. Nun sind … weiter


aerokurier 06/2018

aerokurier
06/2018
23.05.2018

Abonnements
Digitalabo
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- PA-22 Pacer: Pipers frühe Shortwing
- Segelflug: 50 Jahre ASW 15
- Pilot Report: Niki Kallithea und Lightning
- Praxis: Mit dem UL zwischen Boeing und Airbus
- Luftrecht: Luftsportgeräte im gewerblichen Betrieb