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Registrierungsbüro geschlossen

Haushaltskrise in den USA verhindert Auslieferungen

Die Finanzklemme der US-Regierung trifft auch die Business-Aviation-Branche: Weil das Registrierungsbüro der US-Luftfahrtbehörde FAA geschlossen ist, können zahlreiche Flugzeugverkäufe nicht abgeschlossen werden.

Der Haushaltsstreit in den USA mit seinen dramatischen Folgen für die öffentliche Verwaltung hat auch Folgen für die Business-Aviation-Branche. Deutlich sichtbar wird dies bei der Zahl der Auslieferungen von Flugzeugen. In den ersten zehn Tagen des Monats Oktober wurden erheblich weniger Flugzeuge an ihre neuen Eigentümer übergeben als üblich.

Im Vergleich zu den ersten zehn Tag im Oktober vergangenen Jahres wurden gerade einmal 12 Transaktionen abgeschlossen – zehn Gebrauchtflugzeuge und zwei Neuflugzeuge. Im Vergleichszeitraum 2012 waren es 89 Flugzeuge. Im Oktober 2012 gab es insgesamt 236 Transaktionen, also Übergaben von Neu- und Gebrauchtflugzeugen. Dies bedeutet einen Rückgang um 86,5 Prozent. Der Grund dafür ist die Schließung des Registrierungsbüros der US-Luftfahrtbehörde FAA mangels Personals.

Die ersten sechs Monate des Jahres (Zahlen für das dritte Quartal liegen noch nicht vor) waren für die Hersteller von Business Jets ohnehin eher enttäuschend. Die Auslieferungszahlen für Neuflugzeuge waren mit minus 4,1 Prozent leicht rückläufig. Die Hersteller haben 283 Neuflugzeuge ausgeliefert, im Vorjahr waren es 295.

Der Blick auf die Zahlen im Einzelnen zeigt, dass sich die Business-Jet-Hersteller unterschiedlich gut geschlagen haben. Insbesondere Cessna mit seinen vielen Leichtjets hat unter der schwachen Nachfrage zu leiden. Cessnas erfolgreichstes Jet-Muster im ersten Halbjahr 2013 war die Citation CJ4 mit 15 Auslieferungen, gefolgt von der XLS+ mit 14 Auslieferungen. Dagegen hat es die Mustang auf gerade einmal sieben Auslieferungen gebracht, die CJ2+ auf sechs und die CJ3 auf fünf.

Auch der Erzrivale Embraer hat mit seinen Leichtjets Phenom 100 und 300 nur leicht besser abgeschnitten. Embraer hat 16 Phenom 100 und 15 Phenom 300 an Kunden übergeben.

Bei Bombardier laufen derzeit die großen und sehr großen Modelle Challenger 300 (30), Challenger 605 (16) und Global 5000/6000 (31) sehr gut.

Erfreulich waren dagegen die Umsätze für die Hersteller insgesamt im ersten Halbjahr 2013: Sie erzielten 10,4 Milliarden Dollar Umsatz, eine Steigerung von 26,4 Prozent (erstes Halbjahr 2012: 8,2 Milliarden). Zum ersten Mal seit 2008 haben damit die Umsätze eines Halbjahres die Zehn-Milliarden-Marke überschritten.

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