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Neue M2 mit G3000

Zuwachs für die Citation-Familie

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Cessnas CJ-Familie ist größer geworden: Die neue M2 ist eine modernisierte CJ1+ mit G3000-Avionik von Garmin. Sie schließt die Lücke zwischen der Citation Mustang und der CJ2+.

Die Neuerungen der M2 erschließen sich nicht auf den ersten Blick, bei flüchtiger Betrachtung könnte man meinen, eine eben erst gebaute CJ1 vor sich zu haben. Ein Merkmal allerdings lässt sofort erkennen, dass es sich um das jüngste Mitglied der überaus erfolgreichen CJ-Familie handelt: die Tragflächenspitzen.
Cessna nennt die hochgebogenen Flächenspitzen „Swooplets“. Um als Winglets bezeichnet werden zu können, sind sie zu schmächtig. Die Spannweite ist auch nur eine Handbreit länger als bei der CJ1+.

Dass Cessna tatsächlich ein neues Modell auf den Markt gebracht hat, offenbart sich nach dem Betreten der Kabine und endgültig beim Blick in das Cockpit. Das neue Modell heißt zwar M2, ist aber keine Weiterentwicklung der Mustang, und Cessna möchte es so auch nicht verstanden wissen. Die M2 ist eindeutig der CJ-Familie zuzuordnen, sie gibt es auch durch ihre Modellnummer 525 zu erkennen. Mustang-Piloten müssen eine neue Musterberechtigung erwerben, wenn sie die M2 fliegen wollen.

Die M2 ist das Angebot an diejenigen, denen eine Mustang nicht mehr ausreicht im Hinblick auf das Platzangebot und die Reichweite. Cessna hat das Konzept der M2 im September 2011 vorgestellt, im März 2012 ist der Prototyp zum ersten Mal geflogen.

Ein weiteres (kleines) Citation-Modell war erwartet worden, seit Cessna die CJ1+ aus dem Programm genommen hat. Damit hatte sich eine Lücke aufgetan zwischen dem kleinsten Citation-Modell, der 3,1 Millionen Dollar teuren Mustang, und der CJ2+, die sieben Millionen Dollar kostet.

Ursprünglich wollte Cessna einen Neuentwurf auflegen, ist dann aber auf eine Weiterentwicklung der CJ1+ umgeschwenkt. Die mechanischen Komponenten sind übernommen worden; mit den neuen Triebwerken, der neuen Avionik und der sehr ansehnlichen Kabinenausstattung ist ein deutlich aufgewertetes Produkt daraus geworden.

Systemwechsel im Cockpit

Die M2 besitzt das neue G3000-Glascockpit von Garmin. © Foto und Copyright: Cessna Aircraft

Einen spannenden Systemwechsel hat es im Cockpit gegeben, dort hat Garmins G3000 die Rockwell-Collins-Avionik abgelöst. Williams bleibt als Triebwerkslieferant erhalten, er steuert eine neue Version des FJ44 bei, das mit FADEC ausgestattet sein und eine TBO von 4000 Stunden hat.

Zur Serienausstattung gehören ein GFC-700-Autopilot von Garmin, TAWS B, TCAS 1, XM-Wetter, Garmin-Wetterradar, „Safe Taxi“ und ADS-B out. Autothrottles wird es aus Kostengründen wohl nicht als Option geben, ein Head-up-Display zunächst auch nicht. Garmins “Synthetic Vision” dagegen ist auf  Wunsch erhältlich, ebenso Internet an Bord.

Nicht wiederzuerkennen ist die Kabine, der Komfort ist deutlich aufgewertet. Hier war dasselbe Team am Werk, das auch die Kabinen der beiden großen Modelle Latitude und Longitude gestaltet hat. Selbstverständlich ist die Kabine nun mit LED-Beleuchtung ausgestattet, und der Waschraum besitzt eine anständige Tür. Für das Unterhaltungsprogramm ist Cessna neues „Clarity“-System zuständig.
Cessna bietet neben auch eine Konfiguration mit fünf Sitzen in der Kabine an. Der fünfte Sitz ist in dem Fall gegenüber der Tür installiert. Da die M2 für Single-Pilot-Betrieb zugelassen ist, könnte ein weiterer Passagier im Cockpit Platz nehmen.

Bei der Kabinenmöblierung gibt es, anders als bei der Mustang, das volle Programm an Wahlmöglichkeiten. Mit Internet, Smartphone- und iPad-Anschlüssen ist die M2 auf der Höhe der Zeit.

Die maximale Startmasse beträgt 10700 lbs (4850 kg). Die M2 erzielt eine maximale Reisegeschwindigkeit von 400 Knoten, die Reichweite beträgt 1300 NM. Die Dienstgipfelhöhe liegt in 41000 Fuß. 639 kg Zuladung können mitgenommen werden, bei vollen Tanks sind es 227 kg.

Ein geschickter Schachzug ist die Festsetzung des Verkaufspreises auf 4,395 Millionen Dollar. Die M2 ist somit billiger als es die CJ1+ war, aber ein weitaus attraktiveres Produkt. Damit hat Cessna gute Karten, nicht nur Mustang-„Aufsteiger“ für sich zu gewinnen, sondern auch Turboprop-Interessenten.
Die Entscheidung dürfte auch mit einem Blick auf die Phenom 100 gefallen sein, die in dem Leichtjet-Segment Cessna das Leben schwer macht.

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