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Neue Inneneinrichtung

Piaggio frischt die Avanti auf

Der italienische Hersteller Piaggio wird im kommenden Jahr eine neue Inneneinrichtung für die Avanti II anbieten. Das Design orientiert sich an der aktuellen Version des Druckpropellerflugzeugs, der im Mai vorgestellten EVO.

Piaggio will im Frühjahr mit dem neuen Inneneinrichtungspaket für die Avanti II auf den Markt kommen. Das Turboprop-Flugzeug ist seit 2006 zugelassen, etwa 130 Exemplare sind weltweit unterwegs. Einen Preis für die Kabineneinrichtung, „Comfort Package“ genannt, hat Piaggio noch nicht genannt. Klar ist aber, dass sich das Design an der kürzlich vorgestellten EVO orientiert. Die EVO-Kabine wurde von dem italienischen Kabineneinrichtungsspezialisten Iacobucci gestaltet. Die Ausführung obliegt dem Edel-Möbelhersteller Poltrona Frau. Für die Avanti II gibt es bereits jetzt die Option, neue Zusatztanks einbauen zu lassen, die eine um 460 km größere Reichweite ermöglichen.

Die aktuelle Version der Avanti, die EVO ist aerodynamisch optimiert, sparsamer und leiser. Geblieben ist die herausragende Geschwindigkeit von 402 KTAS. Die  EVO verkörpert die dritte Generation des ungewöhnlich aussehenden Druckpropellerflugzeugs. Aerodynamische Verfeinerungen haben den Widerstand der ohnehin sehr widerstandsarmen Zweimot weiter reduziert. Die EVO besitzt Winglets, neu gestaltete vordere Tragflächen, neu gestaltete Triebwerksaufhängungen und neue Abgasauslässe. Die Maβnahmen bringen der EVO zwar keine höhere Geschwindigkeit, aber 50 NM mehr Reichweite.
Ein neuer optionaler Zusatztank verlängert die Reichweite von 1470 NM auf 1770 NM. Die aerodynamische Verfeinerungen führen laut Piaggio zu 3 Prozent weniger Verbrauch. Neu sind die Anti-Skid Brakes und das Fahrwerk von Magnaghi.

Piaggio Aerospace ist im Besitz der Mubadala Development Company aus Abu-Dhabi. Das Unternehmen hat 98,04 Prozent des italienischen Herstellers gekauft. Die übrigen Prozent gehören Piero Ferrari. Laut Piaggio liegen für die EVO 16 Festbestellungen vor. Der italienische Hersteller hofft, vor Jahresende die EASA-Zulassung für das etwa 7,4 Millionen Dollar teure Geschäftsreiseflugzeug zu erhalten.

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