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Learjet 70 erhält die Zulassung

Jetzt auch der kleinste Learjet

Bei Bombardier geht es kurz vor Jahresende Schlag auf Schlag: Am 18. November hat der Learjet 75 die FAA-Zulassung erhalten, jetzt ist auch der Learjet 70 durch das Ziel gegangen. Und der Erstflug des Learjet 85 ist nur noch eine Frage von Tagen.

Der Learjet 70 ist das kleinste Modell im Bombardier-Programm, er löst den 40er ab. Die Ähnlichkeit zu dem Vorgänger ist bis auf die Winglets äußerlicher Natur, das neue Modell hat viele neue Merkmale, die es zu einem attraktiven Angebot auf dem Leichtjetsektor machen.
Da ist zunächst das TFE731-40BR-Triebwerk zu nennen, eine neue Variante des Honeywell-Turbofans mit zehn Prozent mehr Schubleistung. Dies ermöglicht dem Learjet 70 eine Reichweite von gut 2000 NM. Zudem besitzt er bessere Start- und Steigleistungen und verspricht weniger Verbrauch und niedrigere Betriebskosten.
Im Cockpit baut Bombardier das neue Vision-Avioniksystem ein, das auf dem G5000 von Garmin basiert. Es umfasst drei große Touchscreens und Synthetic Vision System. Das G5000-Cockpit ist das herausragende Merkmal der neuen Learjets 70 und 75. Die beiden Business Jets gehören zu den ersten Mustern mit diesem System. Cessna hat es ausgewählt für die Citation Ten, die Longitude und die Latitude.

Die Kabine hat Bombardier komplett überarbeitet, das Design orientiert sich an demjenigen des Learjet 85. Die Passagiere, bis zu sieben haben Platz, finden dort Touchscreens, Unterhaltungselektronik, eine Bordküche und einen Gepäckraum vor. Das Kabinenmanagementsystem kann auch per iPad bedient werden.

Weitere Daten des Learjet 70: Startstrecke 1289 m; maximale Reisegeschwindigkeit: 465 kts; MTOW: 9525 kg; Dienstgipfelhöhe: 51000 ft; Verkaufspreis: zirka 11,5 Millionen Dollar.

Der lange erwartete Erstflug des Learjet 85 soll noch vor Jahresende stattfinden. Mit dem Modell schlägt Bombardier in mehrfacher Hinsicht ein neues Kapitel auf. Es ist der größte und schnellste Learjet und zugleich der erste, der aus Verbundwerkstoff gebaut wird.

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