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King-Air-Hersteller

Steht Beechcraft wieder zum Verkauf?

Der US-Hersteller Beechcraft steht wieder zum Verkauf. Das berichtet der US-Nachrichtendienst Bloomberg. Interesse wird dem Textron-Konzern nachgesagt, zu dem auch Cessna gehört.

Die Informationen sind spärlich und gesichert ist derzeit nichts. Der US-Nachrichtendienst Bloomberg berichtet unter Berufung auf ungenannte Informanten innerhalb von Beechcraft, dass die Eigentümer des Flugzeugherstellers nach einem Käufer suchen. Demnach sei die Credit Suisse Group AG damit beauftragt, an potenzielle Käufer heranzutreten. Es heißt, dass ein Kaufpreis von 1,5 Milliarden Dollar im Raum stehe. Weiter heißt es, dass der US-Konzern Textron unter den Interessenten sei.

Beechcraft ist aus dem Umstrukturierungsprozess hervorgegangen, den die vormalige Firma Hawker Beechcraft durchlaufen hat. Hawker Beechcraft hatte sich im Mai 2012 in ein Insolvenzverfahren begeben. Im Februar 2013 ging daraus die neue Firma Beechcraft hervor, die sich von der Produktion der Hawker-Jets und der Premier I getrennt hat. Die neue Firma konzentriert sich auf den Bau von zivilen und militärischen Propellerflugzeugen. Wichtigstes Produkt ist die Familie der King-Air-Turboprops. Im Zuge des Insolvenzverfahrens gab es Kaufverhandlungen mit dem chinesischen Unternehmen Superior Aviation, die aber nicht zu einem Abschluss führten.

Die Umstrukturierung hat Beechcraft offensichtlich gut getan, die Auslieferungszahlen sehen dank der King Air in jüngerer Zeit wieder besser aus. Im ersten Halbjahr 2013 hat Beechcraft 115 Flugzeuge ausgeliefert, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es nur 69. Im August hat Beechcraft einen Auftrag von Wheels Up für bis zu 105 King Air 350i erhalten. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf 788 Millionen Dollar.

Für Textron könnte Beechcraft durchaus eine gute Ergänzung sein. Unter dem Dach des Textron-Konzerns gibt es neben Cessna und Bell Helicopter auch Unternehmensbereiche, die sich mit Militärtechnik beschäftigen. Militärtechnik spielt auch bei Beechcraft eine große Rolle, ein wichtiges Produkt sind dort die Trainingsflugzeuge. Der Unternehmensteil macht einen Verkauf an einen Käufer außerhalb der USA aufgrund der Gesetzeslage schwierig.

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