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HondaJet

Das Flugzeug vom Autobauer: HondaJet

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Honda Aircraft hat für sein ersten Flugzeug, den HondaJet, den europäischen Markt in den Blick genommen. Mit Rheinland Air Service als Partner soll in Deutschland ein Servicestützpunkt errichtet werden.

HondaJet

Die Marke Honda ist bestens bekannt: für Autos, Motorräder, Rasenmäher und Außenbordmotoren. Ein neuartiges Produkt im Programm des japanischen Konzerns ist der Honda-Jet.

Seinen Erstflug hat der zweistrahlige Leichtjet am 3. Dezember 2003 in den USA absolviert. Die offizielle Präsentation des Jets vor der Weltöffentlichkeit erfolgte eineinhalb Jahre später auf dem AirVenture in Oshkosh. Ein Jahr später kam die Ankündigung: „Ja, wir werden den HondaJet zum Verkauf anbieten!“ Im Sommer desselben Jahres wurde die Honda Aircraft Company mit Sitz in Greensboro im US-Bundesstaat North Carolina ins Leben gerufen. Dort hatte Honda Jahre vorher eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung aufgebaut. Der Flughafen der Stadt war auch der Schauplatz des Erstflugs gewesen.

Die FAA-Zulassung des sieben- bis achtsitzigen Jets ist für 2010 geplant. Dabei reichen die Ursprünge des Honda-Jets noch viel weiter zurück, als es der Erstflugtermin vermuten lässt. Bereits in den 1980er Jahren hatte Honda mit Studien für einen sechssitzigen Leichtjet begonnen. Unter Beteiligung der Universität von Mississippi entstand 1992 der Prototyp der MH02, der im März 1993 zum Erstflug abhob.

Das MH02-Projekt wurde schließlich 1995 aufgegeben, der Gedanke an einen innovativen Leichtjet indes lebte in der kleinen Luftfahrtentwicklungsabteilung weiter.

Einer der wichtigsten Köpfe dabei war der junge Ingenieur Michimasa Fujino, der, vielen Skeptikern zum Trotz, die Idee der aufgesetzten Triebwerke konsequent verfolgte. Fujino ist heute Präsident und Hauptgeschäftsführer von Honda Aircraft.

Die Japaner verstanden ihr Flugzeugprojekt von vornherein als Gesamtkunstwerk und betrieben parallel zur Konstruktion der Zelle die Entwicklung und Erprobung eines eigenen Antriebs. Bereits der Prototyp absolvierte seinen Erstflug mit einem Honda-Turbofan des Typs HF118. Dieser erbringt eine Startleistung von 1.670 lbs (7,43 kN). Das Serientriebwerk, bekannt als HF120, wird dagegen mindestens 1880 lbs (8,36 kN) abgeben. Die Honda-Ingenieure erwarten, dass der HondaJet dank seines modernen Triebwerks und der ausgetüftelten Aerodynamik erheblich weniger Treibstoff verbrauche als bisher in dieser Jetkategorie üblich. Ähnliches gilt für die Schadstoff- und die Lärmemission. Herausragend ist die versprochene TBO von 5.000 Stunden. Die Notwendigkeit einer zwischenzeitlichen Heißteilinspektion entfällt auch.

Für die Weiterentwicklung und Vermarktung des Triebwerks hat Honda sich einen starken Partner gesucht: den US-Triebwerksgiganten General Electric (GE). Im Oktober 2004 gründeten die beiden das Gemeinschaftsunternehmen GE Honda Aero Engines mit dem erklärten Ziel, eine Familie kompakter Turbofans für die Business Aviation auf den Markt zu bringen.

Die Zulassung des HF120 ist für Ende 2009 vorgesehen, die Serienfertigung wird ab 2010 im eigens dafür gebauten Werk in Burlington, North Carolina, erfolgen.

Auch auf dem Gebiet des Vertriebs und des Service will Honda nichts dem Zufall überlassen. Die Auslieferungen für den Weltmarkt behält Honda komplett in eigener Hand, sie werden in dem neu errichteten Zentrum in Greensboro, North Carolina, geschehen.

Um den europäischen Markt abdecken zu können, hat Honda Aircraft sich drei Partner gesucht. Es sind TAG Aviation in Großbritannien, Aviastec in Spanien und Rheinland Air Service in Mönchengladbach. Rheinland Air Service (RAS) hatte sich im Rahmen einer Ausschreibung um die Partnerschaft beworben und kam am Ende eines mit japanischer Akribie betriebenen Auswahlverfahrens zum Zuge. Das neue Gemeinschaftsunternehmen wurde auf den Namen „HondaJet Central Europe“ getauft und ist verantwortlich für Deutschland, Österreich, die Schweiz, Liechtenstein, Tschechien, Ungarn, Polen und die Slowakei. Chairman und CEO ist Johannes Graf von Schaesberg, Executive Vice President ist Rainald Schulte.

Für RAS besteht die handfeste Aufgabe darin, den Vertriebs- und Wartungsstützpunkt mit allem Drum und Dran hochzuziehen. Drei Standorte werden derzeit geprüft. Bis spätestens zur Ankunft des ersten HondaJets, geplant ist diese für 2012, muss alles stehen.

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