22.05.2014
aerokurier

Piaggio-TurbopropAvanti wird sparsamer und leiser

Piaggio hat auf der EABCE eine überarbeitete Version der Avanti vorgestellt. Die EVO ist aerodynamisch optimiert, sparsamer und leiser. Geblieben ist die herausragende Geschwindigkeit von 402 KTAS.

Piaggio EVO 2014

Die jüngste Evolutionsstufe der italienischen Turboprop: Piaggio Evo. © Foto und Copyright: Piaggio Aero  

 

Die beste Nachricht zuerst: Die aktuelle Version der Piaggio ist deutlich leiser, innen und auβen. Dank ihrer Fünfblatt-Propeller von Hartzell breitet die italienische Zweimot immerhin 5 dBA weniger Lärm aus. Auch in der Kabine ist der Geräuschpegel um 1 dBA niedriger. Zu der Herabsetzung des Lärmpegels trägt auch die Reduktion der maximalen Propellerdrehzahl von 2000 U/min auf 1800 U/min bei.

Die jetzt vorgestellte EVO verkörpert die dritte Generation des ungewöhnlich aussehenden Druckpropellerflugzeugs. Aerodynamische Verfeinerungen haben den Widerstand der ohnehin sehr widerstandsarmen Zweimot weiter reduziert. Die EVO besitzt Winglets, neu gestaltete vordere Tragflächen, neu gestaltete Triebwerksaufhängungen und neue Abgasauslässe. Die Maβnahmen bringen der EVO zwar keine höhere Geschwindigkeit, aber 50 NM mehr Reichweite. Ein neuer optionaler Zusatztank verlängert die Reichweite von 1470 NM auf 1770 NM. Die aerodynamische Verfeinerungen führen laut Piaggio zu 3 Prozent weniger Verbrauch.

Neu sind die Anti-Skid Brakes, die seit langem auf der Wunschliste der Avanti-Piloten stehen. Die EVO kommt damit früher zum Stehen als die bekannte Avanti, vor allem auf feuchten Pisten. Neu ist auch das Fahrwerk von Magnaghi, das deutlich längere Wartungsintervalle hat und so Kosten spart.
Die Kabine der EVO wurde von zwei namhaften Designern gestaltet: Iacobucci HF und Poltrona Frau.

Piaggio Aero ist neuerdings im Besitz der Mubadala Development Company aus Abu-Dhabi. Das Unternehmen hat 98,04 Prozent des italienischen Herstellers gekauft. Die übrigen Prozent gehören Piero Ferrari.



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