13.01.2015
aerokurier

Runderneuerte King AirNextant G90XT ist zum ersten Mal geflogen

Nextant Aerospace hat zum ersten Mal die G90XT in die Luft gebracht. Das Modell ist eine runderneuerte Beechcraft King Air C90 mit GE-Triebwerk.

Nextant G90XT

Die G90XT von Nextant hat ihren Erstflug absolviert. © Foto und Copyright: Nextant Aerospace  

 

Nextant Aerospace hat sich in der Branche einen Namen gemacht mit der 400XTi, einem runderneuerten Beechjet 400. Das zweite Projekt der jungen US-Firma ist die G90XT. Der offizielle Startschuss für das Programm fiel im Oktober 2013. Auch hier wird eine gebrauchte Zelle gründlich überholt und mit zahlreichen neuen Komponenten versehen, sodass ein neuwertiges Flugzeug entsteht. Nun steht dem neuen Nextant-Produkt das Flugtestprogramm bevor, das etwa sechs Wochen dauern soll. Mit der Zulassung rechnet Nextant im März oder April.

Die G90GT verfügt über G1000-Avionik von Garmin und H75-100-Triebwerke von General Electric. Die G90XT ist das erste zweimotorige Flugzeug mit diesem Triebwerk.

Gegenüber der bekannten King Air soll die G90XT bessere Leistungen erbringen und wirtschaftlicher im Betrieb sein. Die GE-Triebwerke ermöglichen zum Beispiel eine höhere Abflugmasse. Zudem behalten sie ihre Leistung bis in größere Höhen. Auf der anderen Seite soll der Treibstoffverbrauch deutlich reduziert sein. Die Reisegeschwindigkeit liegt bei 280 Knoten, die Reichweite mit vier Passagieren beträgt 1240 NM. Die MTOM beträgt 4770 kg.

Nextant will verschiedene Kabinenkonfigurationen anbieten. Auch eine Ambulanzausführung soll es geben. Die G90XT kostet zirka 2,6 Millionen Dollar. Alternativ bietet die Firma ein Modernisierungspaket für die King Air an, das neue Triebwerke, neue Avionik und eine neue Inneneinrichtung beinhaltet. Das Paket kostet zirka zwei Millionen Dollar.

Im vergangenen Jahr hat Nextant 16 Exemplare der 400XTi ausgeliefert. Der runderneuerte Beechjet kostet etwa 5,2 Millionen Dollar. Er besitzt Williams-Triebwerke des Typs FJ44-3AP sowie ein Pro-Line-21-Cockpit von Rockwell Collins.



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