05.03.2014
aerokurier

Der Jet von CirrusErstflug im Frühjahr

Cirrus macht Tempo bei dem Einstrahler-Jet: In diesem Frühjahr soll ein neues Testflugzeug, C-Zero genannt, erstmals fliegen. Es kommt den Serienstandard sehr nahe und soll den fliegenden Teil des Zulassungsprogramms absolvieren.

Cirrus Jet SF50 Vision

Im Frühjahr soll ein seriennahes Testflugzeug des Cirrus-Jets erstmals fliegen. Die Zulassung ist für 2015 geplant. © Foto und Copyright: Cirrus Aircraft  

 

Zwischendurch gab es mangels Kapitals einen Durchhänger bei der Entwicklung des SF50 genannten Cirrus-Jets, aber nun geht Cirrus mit neuem Eifer an die Sache. Die neuen chinesischen Eigentümer haben angeblich 100 Millionen Dollar bereitgestellt, um den Jet zur Marktreife zu entwickeln.

In diesem Frühjahr soll ein neues Testflugzeug, C-Zero genannt, erstmals fliegen. Es kommt den Serienstandard sehr nahe und soll den fliegenden Teil des Zulassungsprogramms absolvieren. Zwei weitere Testflugzeuge, C-One und C-Two, sollen etwas später hinzukommen, sie sind für Systemtests beziehungsweise die Erprobung des Rettungssystems bestimmt. Die Zulassung wird für 2015 angepeilt. Cirrus sagt, dass 550 Bestellungen für die SF50 vorlägen. Der Erprobungsträger des einstrahligen Cirrus-Jets fliegt seit 2008.

Der einstrahlige Jet ist ein kühner Entwurf mit seinem aufgesetzten Williams-Triebwerk und dem mächtigen V-Leitwerk, der „Global Hawk“-Drohne nicht unähnlich. Die Familienähnlichkeit mit den SR20/22-Einmots ist unverkennbar. Ein intelligentes Innenraumkonzept ermöglicht bis zu sieben Sitzplätze. Im Normalfall sind es fünf, wobei der hintere Mittelsitz nach hinten verschoben werden kann, so dass alle Passagiere mehr Ellbogenfreiheit haben.

Cirrus bezeichnet das Konzept in Abgrenzung zum sehr leichten Jet (VLJ) als „Personal Jet“. Cirrus strebt eine eine Reisegeschwindigkeit von 300 Knoten und eine Dienstgipfelhöhe von FL280 an. Die Spannweite beträgt zirka 11,7 m, die maximale Abflugmasse liegt bei etwa 2750 kg. Wie die Einmots besitzt der Jet einen Rettungsschirm.

Beim Triebwerk fiel die Wahl wenig überraschend auf Williams. Cirrus und der Kompakttriebwerksbauer aus Michigan arbeiten schon lange zusammen. Der Kaufpreis beläuft sich nach heutigem Stand auf knapp zwei Millionen Dollar.



Weitere interessante Inhalte
Download E-Kiosk Pilot Report: Cirrus SR20 G6

04.07.2017 - Das Garmin G1000 NXi ist die seit Jahresbeginn größte Neuerung in der Allgemeinen Luftfahrt. Viele Hersteller rüsteten ihre Modelle in kürzester Zeit auf. Cirrus ließ sich mehr Zeit, präsentierte dann … weiter

Business Jets Die Highlights aus Genf

30.05.2017 - Zu den Höhepunkten der diesjährigen EBACE zählten beispielsweise Cessnas Longitude, Gulfstreams G500, Pilatus‘ PC-24 und Cirrus‘ SF50. Die Turboprops aus dem Hause Textron, Daher und Piper standen … weiter

Vision Jet und G6-Upgrade AERO 2017: Cirrus blickt optimistisch in die Zukunft

06.04.2017 - Der Vision Jet und das G6-Upgrade der SR-Reihe standen im Mittelpunkt der Pressekonferenz von Cirrus. Für den Jet rechnet der US-amerikanische Flugzeughersteller mit einer großen Nachfrage, weshalb … weiter

Stratos 714 Auftritte in Oshkosh und auf der NBAA

20.02.2017 - Der Very-Light-Privatjet Stratos 714 wird auf den beiden wichtigsten US-amerikanischen Luftfahrtveranstaltungen 2017 zu sehen sein. Damit sollen nicht nur Kunden der Business-Aviation und der … weiter

Modellpflege für 2017 Cirrus präsentiert G6

04.01.2017 - Der amerikanische Flugzeughersteller sorgte erst kürzlich mit der Erstauslieferung des SF50-Jets für Furore. Nun legt Cirrus nach und schickt die sechste Generation seiner SR-Modelle ins Rennen. … weiter


aerokurier 12/2017

aerokurier
12/2017
22.11.2017

Abonnements
Digitalabo
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Pilot Report: TAF3 Flamingo
- Messebericht: NBAA-BACE
- Übungen Flugpraxis
- Sicherheit von Elektroantrieben
- Segelfliegertag 2017
- Schulgleiter SG38 am Gummiseil
- Konferenz zur Flugsicherheit

Gebrauchtflugzeuge, Luftfahrtzubehör, Reiseangebote und vieles mehr:

aerokurier Online-Markt