25.04.2013
aerokurier

Die Eclipse ist wieder da!

So jung sie auch ist, die Eclipse 500, einer der vielversprechendsten Very-Light-Jets, hat bereits ein bewegtes Leben hinter sich.

Im konjunkturellen Abwärtsstudel von 2008 musste der Hersteller Konkurs anmelden, obwohl er auf einem Auftragsbuch von nicht weniger als 3300 Flugzeugen saß. Nur 270 Stück wurden ausgeliefert. Zahlreiche Kunden verloren mit der Eclipse viel Geld und ebensoviel Vertrauen. In einem zweiten Anlauf scheint das Flugzeug mehr Fortune zu haben. Eine internationale Gruppe seriöser Investoren, von denen Sikorsky mit 42% der größte ist, bietet nun den nötigen Rückhalt für einen erfolgreichen Neustart der Eclipse.

In Europa wird der sechssitzige VLJ, inzwischen das Modell 550, von Aerisaviation in England vertrieben. Die 550 ist auf der gleichen Zelle aufgebaut wie das Ursprungsmodell. Aber sie ist nunmehr mit Auto-Throttle, Synthetic Vision und weiteren Avionic-Upgrades ausgestattet. Als Powerplants dienen zwei Pratt&Whitney 610F Turbofans, mit einem Schub von je 4,0 kN. Die Performance kann sich sehen lassen. Auf Flugplätzen mit 1000 m Start- und Landestrecke lässt sich die nach FAR Part 23 zertifizierte Eclipse 550 problemlos operieren. Die Max. Flughöhe liegt bei FL 410, die Max. Cruise Speed bei 375 Kts. Als IFR-Reichweite gibt der Hersteller ein Beispiel: 4 Personen an Bord - 2.080 km bzw. 1.125 NM. Als Betriebskosten (DOC) veranschlagt Eclipse Aerospace 623 USD/Stunde.

Das Auftragsbuch der "neuen" Eclipse hat bisher 120 Einträge. Wer das Flugzeug in Europa bestellen möchte - voraussichtlich Ende 2014 wird mit der EASA-Zulassung gerechnet. Der Messepreis für die Eclipse 550 liegt bei 2.69 Mio USD.



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