10.04.2013
aerokurier

King Air 60 Millionen FlugstundenBeechcraft King Air: 60 Millionen Flugstunden

Beechcraft ist sehr erfolgreich mit der King-Air-Familie, jede zweite Turboprop trägt das geschwungene „B“ des Traditionsherstellers aus Wichita.<br />

60 Millionen Flugstunden hat die King-Air-Familie bis heute erflogen. Mehr als 7000 Flugzeuge sind gegenwärtig überall auf der Welt unterwegs. Beechcraft hat damit einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent. Dabei kommt den Turboproflugzeugen ihre Robustheit und Vielseitigkeit zugute, King Airs sind in vielen Rollen im Einsatz: als Reiseflugzeug, als Frachtflugzeug, Krankentransporter und Trainer sowie bei diversen Spezialmissionen.
Seit 1964 ist die King-Air-Reihe in Produktion. Das 7000. Flugzeug, eine King Air 350i, hat Beechcraft Ende 2012 ausgeliefert. Nummer 6000 war 2005 an der Reihe, Nummer 5000 im Jahr 1996.

Seit Juni 2011 ist die King Air 250 im Besitz der FAA-Zulassung.
Die jüngste Evolutionsstufe der bewährten Zweimot muss sich zuallererst mit der B200GT messen. Diese ist ihrerseits das Ergebnis eines mehrstufigen Entwicklungsprozesses, der 1970 mit der Konstruktion der allerersten King Air 200 begonnen hat. 1973 erhielt die zweimotorige Turboprop ihre Zulassung. Mehr als 2000 Exemplare der immer wieder überarbeiteten 200er King Air hat Beechcraft gebaut, einige hundert militärische Ausführungen nicht mitgerechnet. 
Die King Air 250 besitzt zwei PT6A-52-Propellerturbinen, Pratt & Whitney hat sie eigens für die King Air entwickelt als Kombination der Turbinensektion der PT6A-60A der King Air 350 mit dem Getriebegehäuse der PT6A-42. Bei maximaler Abflugmasse (MGTOW) benötigt die 250er auf Meeresniveau 2111 Fuß (643 m) Startstrecke, um über das 15-Meter-Hindernis zu kommen. Das sind immerhin 400 Fuß (122 m) weniger, als die B200GT verlangt.

Zu verdanken sind diese Zuwächs in erster Linie zwei Neuerungen: den Winglets und den Composite-Propellern. Die Winglets stammen von dem US-Spezialisten BLR. Sie sind ebenfalls aus Verbundwerkstoff gefertigt, haben die gleiche Größe wie bei der King Air 350 und verlängern die Spannweite um einen stattlichen Meter. BLR nennt als Vorteile neben der besseren Steigleistung und der höheren Reisegeschwindigkeit einen reduzierten Treibstoffverbrauch.
Der Vierblattpropeller der King Air 250 stammt von Hartzell und ist eine Neuentwicklung für Turbinenflugzeuge, er ist seit Oktober 2010 zugelassen.
Die bekannte B200GT ist mit dem Erscheinen der Neuen nicht hinfällig geworden, schließlich sind „Hot and High“-Bedingungen nicht in allen Teilen dieser Welt gleichermaßen anzutreffen.



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