11.11.2013
aerokurier

Der Jet von PilatusAb Mai gibt es die PC-24 zu kaufen

Pilatus bereitet die Einführung der PC-24 vor: Die ersten Händler und Servicebetriebe stehen fest. Ab Mai gibt es den neuen Jet auch zu kaufen, dann will der Schweizer Hersteller das Auftragsbuch öffnen.

PC-24

Ab Mai gibt es die neue Pilatus PC-24 zu kaufen. © Foto und Copyright: Pilatus Aircraft  

 

Pilatus hat die ersten Händler und Servicebetriebe bekannt gegeben, die sich künftig um die neue PC-24 kümmern sollen. Allein sechs davon sind in den USA angesiedelt, dem wichtigsten Markt für die PC-12. Aber auch in Mittelamerika (Panama) und Afrika (Botswana) wird es autorisierte Servicebetriebe geben. Für Europa ist Pilatus in Stans zuständig.

Pilatus baut derzeit den ersten Prototyp, Ende 2014 soll er zum Erstflug abheben. Drei Flugzeuge sollen das Testprogramm für die Zulassung absolvieren. Pilatus rechnet damit, im Jahr 2017 die ersten Flugzeuge an Kunden zu übergeben. Bestellungen werden erst ab Mai kommenden Jahres angenommen. Auf der EBACE-Messe will Pilatus das Auftragsbuch offiziell aufschlagen und auch erste Kunden präsentieren.

Pilatus hat für viel Aufsehen gesorgt mit der Vorstellung der PC-24. Zu Recht hat der schön geformte Zweistrahler bei seiner Premiere im Mai auf der EBAC in Genf die Blicke auf sich gezogen. Die PC-24 hat eine maximal zulässige Abflugmasse von 8005 kg, etwas weniger als die Phenom 300 (8150 kg). Andererseits kann die Pilatus mit 14,19 m3 Kabinenvolumen aufwarten, deutlich mehr als die Phenom (9,2 m3).
Pilatus bietet für die Kabine  nicht weniger als sieben Konfigurationen an, darunter drei Executive-Ausführungen mit sechs oder acht Sitzen. Bei diesen Ausführungen lässt sich die Bordtoilette im vorderen oder hinteren Teil des Flugzeugs unterbringen. Eine Bordküche ist optional. Darüber hinaus gibt es eine Commuter-Ausführung mit zehn Sitzen und eine Frachtversion sowie eine kombinierte Passagier-/Frachtausführung mit vier Passagiersitzen.

Große Frachttür und kurze Landestrecke

Pilatus PC-24 im Flug

Pilatus erster Business Jet: PC-24. © Foto und Copyright: Pilatus Aircraft  

 

Der Betreiber hat immer die Möglichkeit, die große Frachttür (1,25 m x 1,30 m) zu nutzen und einzelne Sitze schnell auszubauen sowie den Frachtraumteiler zu verschieben. Wird der Raumteiler in seine vorderste Position versetzt, ist der Frachtraum 2,5 m3 groß. Sonst sind es 1,4 m3. Der Gepäck-/Frachtraum befindet sich innerhalb der Druckkabine und ist im Flug zugänglich.

Um die Vielseitigkeit zu erweitern, strebt Pilatus zudem sehr kurze Start- und Landestrecken an. Bei MTOW soll die PC-24 auf befestigten Pisten mit 820 m Startstrecke auskommen, bei der Landung sind es 770 m.  Die PC-24 wird, wie die PC-12, für Single-Pilot-Betrieb zugelassen sein. Bei der Cockpitelektronik handelt es sich um die Primus-Apex-Avionik von Honeywell mit vier 12-Zoll-Bildschirmen. Außerdem gibt es Synthetic Vision, TCAS II und grafische Flugplanung.

Beim Antrieb setzt Pilatus auf das FJ44-4A, mit dem auch die Citation CJ4 fliegt. Die Pilatus wird über zwei mal 3400 lbs (15,1 kN) Startleistung verfügen. Die Williams-Triebwerke ermöglichen es der PC-24, in weniger als 30 Minuten auf FL 450 zu steigen und eine maximale Reisegeschwindigkeit von 435 KTAS in FL 300 zu erzielen.

Als Listenpreis werden aktuell 8,9 Millionen Dollar genannt.

Innenansichten der Pilatus PC-24



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