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Bestellungen für Challenger 350

Großkunden wollen die neue Challenger

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Über mangelndes Interesse an der neuen Challenger 350 kann sich Bombardier nicht beklagen. Mehrere Großkunden haben das „Super Midsize“-Modell gleich bündelweise bestellt.

Die jüngste per Pressemitteilung der ganzen Welt zur Kenntnis gebrachte Bestellung kam von Flexjet LLC. Die neu gegründete Firma – sie führt Bombardiers Charterflugbetrieb weiter – hat 20 Challenger 350 bestellt. Auf der Luftfahrtmesse in Paris im Juni hat der österreichische Charteranbieter Vistajet, einer der Großen der Branche, feste Bestellungen für 20 Exemplare des neuen Zweistrahlers unterschrieben und Kaufinteresse an 20 weiteren Exemplaren durch Optionen gezeigt. Sollten alle Optionen in feste Bestellungen umgewandelt werden, hätte der Auftrag einen Katalogwert von 1,04 Milliarden US-Dollar.

Bereits im vergangenen Jahr hat Netjets als Erstkunde 75 Challenger 350 fest bestellt und eine Option auf weitere 125 gezeichnet. Die ersten Flugzeuge wird der Fractional-Ownership-Anbieter, der an der Entwicklung des Modells maßgeblich beteiligt war, bereits im nächsten Jahr übernehmen. Netjets wird 2014 zunächst acht Flugzeuge erhalten und in den folgenden Jahren jeweils mindestens zwölf.
Das neue Modell kostet zirka 25,9 Millionen Dollar und damit eine Million mehr als die Challenger 300. Wenn alle Optionen verwirklicht werden, wird Bombardier allein für diese drei Kunden 260 Flugzeuge bauen.

Die Challenger 350 besitzt eine komplett neu gestaltete Kabine mit allen Finessen, neue Avionik, größere Fenster, mehr Schub, mehr Reichweite und höhere Zuladung bei vollen Tanks. Letzteres ist für große Charteranbieter wie Netjets ein sehr wichtiges Argument. Die neue Challenger kann fast 400 kg mehr mitnehmen als die Challenger 300.
Das neue Modell besitzt neu konstruierte Tragflächen mit Winglets, die Spannweite beträgt 21 m und ist damit gut eineinhalb Meter größer als bei der Challenger 300. Dadurch fällt das MTOW um 1750 lbs (794 kg) höher aus und beträgt 40600 lbs (18415 kg). Dies ermöglicht dem Jet eine um 135 NM größere Reichweite, als sie die Challenger 300 hat.

Für den Vortrieb sorgen zwei HTF7350 von Honeywell mit je 7323 lbs (32,57 kN) Startleistung (Challenger 300: HTF7000 mit 6826 lbs/30,4 kN).
Die Kabine ist völlig neu gestaltet. Dank um 20 Prozent größerer Fenster gelangt mehr Tageslicht hinein. Bombardier wird das „nice HD“-Kabinenmanagementsystem von Lufthansa Technik installieren. Im Cockpit werden die Piloten eine neue Version des Pro-Line-21-Systems von Rockwell Collins vorfinden, das Synthetic Vision und „Multi Scan“-Wetterradar bietet. Es wird zudem komplett papierlos sein.
Und die neue Challenger 350 hängt sie alle ab, sie ist das steigfreudigste Modell im Bombardier-Programm. In 18 Minuten ist der Business Jet auf 41000 Fuß, er kannn auf 43000 Fuß direkt durchsteigen. Mit acht Passagieren an Bord fliegt die Challenger 3200 NM weit und ist dabei Mach 0.80 schnell.

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