17.04.2015
aerokurier

Mobile Energie für LuftfahrzeugeKompakte Power mit dem Startstick

Der Startstick ist ein kompakt gebautes, leichtes Energiebündel: 1350 Ampère für 28-Volt-Luftfahrzeuge bei 4,5 Kilogramm Gewicht.

AERO 2015 Telemeter Electronics Startstick

Telemeter Electronics aus Donauwörth vertreibt den Startstick in Europa. Foto und Copyright: Frank Herzog/aerokurier  

 

Telemeter Electronics aus Donauwörth hat auf der AERO in Friedrichshafen den Startstick vorgestellt, eine kompakte Energiereserve zum Starten von Hubschraubern und anderen Luftfahrzeugen. Alexander Fischer, Leiter Messtechnik und Luftfahrtelektronik bei Telemeter, präsentierte das Gerät auf der Messe. Telemeter Electronics hat die Vertriebsrechte für die mobile 28-Volt-Energiereserve in Europa.

Es gibt zwei Varianten des Startsticks mit unterschiedlichen Kapazitäten. Der kleinere Startstick wiegt nur 4,5 Kilogramm, inklusive des Steckers zur Verbindung mit dem zu startenden Luftfahrzeug. "Bei einer normalen Ground Power Unit wiegt allein der Stecker 4,5 Kilogramm", so Alexander Fischer. Aufrgund des geringen Gewichts und der kompakten Abmessungen kann der Startstick im Luftfahrzeug transportiert werden. Telemeter Electronics will mit dem Gerät Hubschrauber- und Luftfahrzeugbetreiber ansprechen, die auf abgelegenen Plätzen ohne Ground Power landen müssen, wie zum Beispiel Rettungshubschrauberbetreiber, Polizei oder militärische Betreiber. Mit einer Ladung kann der Startstick nach Angaben von Alexander Fischer eine MD500 drei bis vier Mal starten, bevor er entladen ist.

Das Gerät besitzt aber auch eine Vorrichtung, die das Laden der Lithium-Ionen-Akkus des Startsticks im Flug ermöglicht. Nach einer halben Stunde Flugzeit reicht die Ladung bereits wieder für einen Startversuch aus. Bis zu 1000 Ladevorgänge sind mit dem Startstick möglich.  Der Transport des Startsticks in Luftfahrzeugen ist kein Problem, da das Gerät eine UN/DOT 38.3-Zulassung hat. Um diese Zertifizierung zu erreichen, wurde zum Beispiel ein Falltest aus 100 Meter Höhe unternommen, bei dem der Startstick nachweisen musste, dass eine Beschädigung kein Feuer ausbrechen lässt. Einer der ersten Kunden für den Startstick in Europa ist der Schweizer Heliopterbetreiber Fuchs Helikopter AG aus Schindellegi.



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