30.03.2016
Erschienen in: 04/ 2016 aerokurier

AERO 2016Avionik auf der AERO

Steht eine Cockpitmodernisierung an? Sollen die jüngsten Entwicklungen nicht übersehen werden? Die AERO ermöglicht einen Überblick über den Stand der Technik.

ae 04-2016 AERO Avionik-Avenue (01)

Schnell ist ein Seilbahnseil übersehen. MT Obstacles zeigt sie alle. Foto und Copyright: Moving Terrain  

 

Auf der AERO gibt es auch in diesem Jahr einen Ausstellungsbereich speziell zum Thema Avionik: die Avionics Avenue in Halle A6. In der Headset Test Area können dort Headsets verschiedener Hersteller ausprobiert werden. Eine reine Avionikhalle ist A6 allerdings nicht. Viele namhafte Hersteller haben ihre Stände in anderen Hallen aufgebaut. Wer ein 8,33-kHz-Funkgerät sucht, sollte in alle Hallen schauen.

Im Prinzip hat jeder Avionikhersteller diese Funkgeräte im Programm. Besonders attraktiv ist hier das Angebot von AIR avionics.  Das AIR COM des deutschenAnbieters nimmt im Panel wenig Platz ein. Mit dem AIR COM kann der Transponder fernbedient werden. Das Gerät soll ab Frühjahr lieferbar sein.

Integration und Mobilität

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Ein Touchscreen muss es heute schon sein: Das IFD530 von Avidyne, bald mit EASA-Segen. Foto und Copyright: Avidyne  

 

Integration ist einer der großen aktuellen Trends der Avionik-Updates. Vor allem geht es darum, die Systeme für ADS-B, das Automatic Dependent Surveillance Broadcast, zu befähigen.

Gefragt sind vor allem die Erfassung und Darstellung des Verkehrs im eigenen Umfeld und natürlich umgekehrt die Mitteilung der eigenen Position, Höhe und Geschwindigkeit in Größe und Richtung an den anderen Verkehr. Garmin bietet dazu mit den neuen Geräten GTX 345 und GTX 335 bezüglich der notwendigen GPS-Bestimmung (WAAS- und EGNOS-fähige) autarke Mode-S-Transponder, für die es neben dem Extended Squitter für ADS-B Out auch die Option für das ADS-B In gibt. Über Bluetooth beziehungsweise Connext können die In-Informationen auf unterschiedliche Displays mit Moving Map (Glascockpits bzw. Mobilgeräte) ausgegeben werden. Bei den Mobilgeräten setzt Garmin weiterhin auf eigene Hardware.

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Garmin setzt für mobile Anwendungen weiterhin auf eigene Hardware: Ganz neu ist das aera 660 next generation. Foto und Copyright: Garmin  

 

Eine Premiere wird das aera 660 erleben. Das Gerät mit Fünf-Zoll-Touchscreen für Hoch- und Querformat verfügt über einen GPS/GLONASS-Empfänger. Außerdem ist es mit den Kommunikationsfunktionen Connext und WireAware ausgestattet. Die interne Datenbank wird über WiFi aktualisiert. Per Bluetooth kann bei Nutzung von ADS-B In auf dem Display der umgebende Verkehr dargestellt werden. Die ADS-B-Out-Informationen können von einer Reihe von Geräten übernommen werden wie Garmins GDL 39/GDL 39 3D, Flight Stream und dem GTX-345-Transponder.

Auf eigene Hardware setzt auch Moving Terrain. Mit dem neuen Softwaremodul MT obstacles werden jetzt auf den Multifunktionsdisplays des MT VisionAir nicht mehr allein die Luftfahrthindernisse in den Alpen, sondern die in ganz Europa sichtbar.

Bei Avidyne können IFD540 and 440, die Alternativen zu den Garmin-Panelgeräten, in Augenschein genommen werden.

aerokurier Ausgabe 04/2016

Mehr zum Thema:
Gerhard Marzinzik


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