16.04.2012
aerokurier

AERO 2012: So kommt man hinAERO 2012: So kommt man nach Friedrichshafen

Die AERO ist Europas Leitmesse für die Allgemeine Luftfahrt. Hier erfahren Sie, wie Sie am besten nach Friedrichshafen kommen.

Der Bodensee-Airport Friedrichshafen ist vom 18. bis 21. April das Pilotenziel Nummer eins in Europa. Das bereits in den Vorjahren angewendete, online-gestüzte PPR-Verfahren gilt für die Dauer der AERO für alle VFR- und IFR-Anflüge sowie für IFR-Abflüge. Slotbuchungen erfordern eine einmalige Registrierung, sie ist seit dem 2. April 2012 auf der Website der Flughafengesellschaft Friedrichshafen: aero.fly-away.de möglich.

Die DFS hat zu den An- und Abflugverfahren während der AERO Supplements (SUP) herausgegeben: Die Info für VFR-Piloten ist am 22. März 2012 erschienen, die für den IFR-Anflugverkehr am 5. April 2012. Die jeweiligen PDFs können auf der Website des aerokurier (www.aerokurier.de) oder des Flughafens Friedrichshafen (www.fly-away.de) heruntergeladen werden. Wer kurzfristig entscheidet, ohne Slot nach Friedrichshafen zu fliegen, muss mit Wartezeiten und Holdings, im schlimmsten Fall sogar mit einer Ablehnung rechnen und einen Ausweichplatz anfliegen. Flugzeuge mit einer Abflugmasse unter 1,6 Tonnen erhalten keine Freigabe für IFR-An- oder -Abflüge. Generell wird allen Piloten von Luftfahrzeugen bis zwei Tonnen MTOW empfohlen, Friedrichshafen nach Sichtflugregeln anzufliegen und möglichst mit Flugplan zu fliegen. Für Gastflugzeuge stehen wieder zwei Pisten zur Verfügung: die Hauptbahn 06/24 (2356 m Asphalt) sowie die parallele Graspiste (980 m). Die Anflugstrecken sind je nach anzufliegender Piste getrennt, es wird für beide eine entsprechende ATIS-Frequenz eingerichtet. Zudem wird die Asphaltpiste dem Flugverkehr vorbehalten bleiben, der nicht in der Lage ist, auf Gras zu landen.

Helikopter benötigen keinen Slot, ihr Einflug erfolgt ausschließlich bei VMC und nur von Süden. Der Landebereich für Drehflügler befindet sich beim Dornier-Museum, westlich des Fluggastterminals. Alle Flugzeugbesatzungen werden mit Vorfeldbussen an ihren Luftfahrzeugen abgeholt. Der Transport führt zum Zeppelin Hangar, dem Restaurant neben der Zeppelinhalle. Dort ist für die Dauer der AERO wieder ein GAT eingerichtet, mit Luftaufsicht (C) und separatem Briefingraum. Piloten bezahlen dort auch das Servicepaket, je nach Gewichtsklasse ihres Flugzeugs: 65 Euro für Luftfahrzeuge unter zwei Tonnen MTOW, 95 Euro für Luftfahrzeuge von zwei bis drei Tonnen und 115 Euro für Luftfahrzeuge über vier Tonnen. Darin enthalten sind Lande- und Abstellgebühren (für 24 Stunden), das Einholen der Wetterdaten, die Flugplanaufgabe, der Transport zwischen Flugzeug und Messegelände sowie der Messekatalog.

Als besonderen Service übernimmt der aerokurier den Messeeintritt für den Piloten (ein Tagesticket). Alle weiteren Besatzungsmitglieder/Passagiere können Eintrittskarten für die AERO im temporären GAT erwerben, sofern diese nicht bereits vorab per Internet gebucht und ausgedruckt wurden. Sollte der fliegerische Andrang groß; sein ‑ das trifft besonders bei guten Sichtflugbedingungen am Freitag und am Samstag zu ‑, können Ultraleichtflugzeuge und Motorsegler auf das Segelfluggelände Markdorf ausweichen. In enger Zusammenarbeit mit der Messe Friedrichshafen bietet die Segelfliegergruppe Markdorf/Bodensee vom 18. bis 21. April die Landemöglichkeit ohne Slot. Abflüge sind auch am Sonntag, 22. April, noch möglich. Die Graspiste 10/28 misst 450 Meter. Pendelbusse verkehren zwischen der AERO und dem nur zehn Kilometer westlich von Friedrichshafen gelegenen Platz. In Markdorf gibt es keinen Treibstoff, die Flugzeuge parken im Freien, und eine grenzpolizeiliche Abfertigung wird nicht angeboten. Dafür haben Piloten aber die Möglichkeit zum Wetter-Selbstbriefing und zur Flugplanaufgabe. Da allerdings auch das Markdorfer Landeareal nicht unbegrenzt großist, sollten sich Piloten unbedingt per E-Mail anmelden unter www.sfg-markdorf.de/www/aero.AERO-Besucher, die per Linienflug oder mit der Bahn nach Friedrichshafen reisen, stehen wieder kostenlose Shuttlebusse bereit. Zwischen Stadtbahnhof und Messegelände verkehrt die Linie 17, zwischen Fluggastterminal und Messe die Linie 18.Vorteile bietet auch wieder das Online-Ticket; es spart Zeit und Geld. Wer vorab zu Hause am PC bucht (www.aero-expo.com) und seine AERO-Eintrittskarte ausgedruckt nach Friedrichshafen mitbringt, erhält einen Preisnachlass von zwei Euro pro Standardbuchung (Tagesticket: 14 Euro, Zweitagesticket: 27 Euro). 

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Renate Strecker



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