09.01.2017
Erschienen in: 12/ 2016 aerokurier

Offenes Nebeneinander (Teil 2) Rekordzeit bis zur Zulassung

ae 12-2016 Trixy Spirit (01)

Weniger ist manchmal mehr: Der Spirit kommt mit offenem Maschinenraum sehr puristisch daher. Foto und Copyright: Toni Ganzmann  

 

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Der Trixy Spirit erfüllt nicht nur die Bedingungen der deutschen Bauvorschrift (BUT), sondern auch die Regeln der englischen Section T. Alle Belastungstests hat er problemlos bestanden. Selbst mit etwa zehn Prozent Überschreitung der Lastforderungen entstanden keine Deformierungen oder Beschädigungen.

Wie bei den anderen Trixy-Entwicklungen schafften Rainer Farrag und seine Crew auch beim Spirit wieder eine Rekordzeit bis zur Erteilung der vorläufigen Verkehrszulassung. „Wir haben vor genau einem Monat mit dem Bau der Form begonnen, und jetzt, nach nur vier Wochen, fliegt die Maschine!“, stellt Davorin Podpecan, der Betriebsleiter des Unternehmens, stolz fest. Denn in dieser kurzen Zeit ein Luftfahrzeug durch das umfangreiche Zulassungsverfahren bis zum Erstflug zu bringen, ist eine ungeheure Leistung. Die ersten Rollversuche führte der Werks-pilot Dr. Michael Ullrich am Nachmittag vor dem feierlichen Roll-out durch. Gegen Abend waren dann schon kurze Flüge entlang der Startbahn in niedriger Höhe möglich, und am nächsten Vormittag gestattete das Feintuning bereits ausgiebige Platzrundenflüge. Nachmittags konnten die Gäste den Trixy Spirit schließlich im endgültigen Outfit bei Demonstrationsflügen bewundern. Auch der wolkenlose Himmel begünstigte ein optimales Gelingen der Veranstaltung.

Damit der Gyro bei schlechten Wetterlagen nicht am Boden bleiben muss, ist als Zusatzausstattung neben einer Heizung auch ein speziell entwickelter Mantel erhältlich, der sich mittels Klettbandsaum mit der Zelle verbinden lässt. So bleiben Innenraum und Besatzung warm und trocken. Bemerkenswert am neuen Trixy ist auch der avisierte Preis: Der Spirit soll in der flugfertigen Basis-ausstattung netto weniger als 40 000 Euro kosten.

ae 12-2016 Trixy Spirit (06)

Die Idee der Spirit ist nicht neu: VPM Company baute bereits in den 90er-Jahren eine Side-by-Side. Foto und Copyright: Peter Zanetti  

 

Side-by-Side im Lauf der Zeit

Auch wenn der Spirit der erste zugelassene Tragschrauber mit offenem Cockpit und Side-by-Side-Anordnung ist, gab es die Idee des luftigen Nebeneinanders schon früher. So baute und vermarktete die VPM Company, das Vorgängerunternehmen des italienischen Tragschrauberherstellers Magni Gyro, Anfang der 90er Jahre einen entsprechenden Gyro. Rund 50 dieser Geräte gingen nach Italien, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Deutschland und Südafrika. Da es seinerzeit keine Zulassungsbestimmungen für Tragschrauber gab, verkaufte die VPM Company dieses Muster als Entwurf. Die lokalen Händler erhielten ein Permit to fly auf Basis der luftrechtlichen Bestimmungen der jeweiligen Staaten.

aerokurier Ausgabe 12/2016


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