19.11.2014
aerokurier

Rotax-SchwimmerBRP-Powertrain präsentiert Zwischenlösung

Das Problem der fehlerhaften Vergaserschwimmern bei der Rotax-912-Reihe ist noch nicht gelöst. Der Motorenersteller BRP-Powertrain präsentiert in einem Service Bulletin jetzt einen Zwischenstand.

Rotax Schwimmerkammer

Die Schwimmer einiger Rotax-Motoren saugen sich mit Benzin voll. Auf dem Foto sind die unterschiedlichen Schwimmerstände gut zu erkennen. Foto und Copyright: Achim van der Meulen  

 

Wegen eines Fehlers in der Fertigung eines Zulieferers können sich die Schwimmer mit Benzin vollsaugen. Sie werden zu schwer und können ihre Funktion nur noch eingeschränkt erfüllen. Einige Motoren sind durch rauen Lauf im unteren Drehzahlbereich aufgefallen. Auch zum Überlaufen von Benzin soll es gekommen sein.

BRP-Powertrain hat zwischenzeitlich festgestellt, welche Motoren und Schwimmer betroffen sind – im Kern handelt es sich um Material, das ab Juli 2012 zum Einsatz kam. Die genauen Seriennummern und Beschreibungen sind in Service Bulletins veröffentlicht, die am Ende dieses Texts verlinkt ist. Betroffen sind die Motoren 912, 912 S und 914, gleichermaßen in den zertifizierten und nicht zertifizierten Versionen.

Demnach müssen Flugzeughalter ihre Schwimmer periodisch alle 25 Betriebsstunden oder spätestens alle 60 Tage prüfen. Wer einen Fehler feststellt, erhält vom Hersteller neue Schwimmer. Allerdings gilt die Pflicht zur Kontrolle auch dann weiter.

Hintergrund ist, dass BRP-Powertrain zurzeit gemeinsam mit dem Zulieferer entsprechende Prüfverfahren zur Qualitätssicherung entwickelt. Sobald diese Abläufe fehlerfreies Material gewährleisten, wird es eine weitere Mitteilung geben. Defekte Schwimmer sollen dann in einer groß angelegten Aktion getauscht werden. Weltweit dürften rund 3500 Motoren von dem Problem betroffen sein.

Die Service Bulletins sind hier veröffentlicht.

Hier geht es zur Originalmeldung auf aerokurier.de.

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Patrick Holland-Moritz


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