18.12.2009
aerokurier

Eurostar KontrolleEurostar-Flotte muss zur Materialkontrolle

Das Luftsportgeräte-Büro des DAeC hat am Freitagnachmittag eine Lufttüchtigkeitsanweisung zur Kontrolle der Eurostar-Flotte herausgegeben (LSG 09-004). Die unteren Holmuntergurte des Ultraleichtflugzeugs müssen auf ihre Festigkeit geprüft werden. Hierfür gilt eine Frist bis zum 30. Juni 2010.

Eurostar EV-97

Alle vor dem 1. Dezember 2009 produzierten Eurostar-Modelle mit Ausnahme der SLW-Serie müssen zur Materialkontrolle. Foto/Copyright: aerokurier/Holland-Moritz  

 

Bis zum Abschluss der Kontrollen werden die zulässigen Geschwindigkeiten des Ganzmetall-Tiefdeckers herabgesetzt. Der rote Strich etwa befindet sich dann bei 240 statt bei 270 km/h. Sollten sich bei einer Überprüfung Materialfehler zeigen, so muss das Flugzeug zur Nachbesserung ins Werk nach Tschechien. Ist das Flugzeug in Ordnung, entfallen die Beschränkungen. Betroffen sind nach Angaben des Herstellers Evektor-Aerotechnik alle vor dem 1. Dezember 2009 produzierten Eurostar mit Ausnahme der SLW-Serie.


Hintergrund: Das Schweizer Büro für Flugunfalluntersuchungen (BFU) hat einen Untersuchungsbericht über den Absturz eines dänisch registrierten EV-97 Eurostar 2000/R mit zwei Toten am 24. Juni 2006 bei Zernez veröffentlich. Als zentrale Absturzursache wird eine Materialschwäche des im unteren Holmgurt verwendeten Aluminiums genannt.


Der Hersteller des Flugzeugs, Evektor-Aerotechnik mit Sitz im tschechischen Kunovice, hat mit einer eigenen Mitteilung reagiert, die Basis für die LTA des DAeC ist (Mandatory Bulletin No. EV 97-013a).

Um die Umsetzung der Kontrollen kümmert sich hierzulande der deutsche Musterbetreuer, das Flugsportzentrum Bautzen aus Oppach. “Wir werden alle Flugzeuge kostenlos an drei Orten in Deutschland überprüfen”, sagt Firmenchef Dr. Gerd-Peter Kuhn im Gespräch mit aerokurier-Online. Auch die Reparatur der Flugzeuge soll, sofern erforderlich, für die Kunden kostenlos sein. Rund 70 Flugzeuge sind in Deutschland betroffen, weltweit sind es etwa 700.


Evektor Aerotechnik – ein zertifizierter Flugzeugbauer – erklärt, dass das Material des Holmgurts im Falle des verunfallten Flugzeugs nicht den vom Zulieferer dokumentierten Festigkeitswerten entsprochen habe. Zwischenzeitlich unterzieht das Unternehmen alle verwendeten Materialien einer strengen Qualitätskontrolle im eigenen Haus.



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