15.12.2011
aerokurier

Schüler bauen einen Tragschrauber Bonner Schüler bauen einen Tragschrauber

Es ist vollbracht: Zehn Schülerinnen und Schüler des Bonner Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums haben einen Tragschrauber gebaut. Demnächst soll der MTOsport in die Luft gehen.

Zweimal in der Woche haben sich die neun Schüler und eine Schülerin der Oberstufe des Bonner Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums nach Unterrichtsschluss am Flugplatz Bonn/Hangelar getroffen, um gemeinsam einen Tragschrauber zu bauen. Der Startschuss für das Projekt ist im September gefallen, pünktlich zur Jahreswende ist der MTOsport jetzt fertig geworden.

Obwohl die Schüler ihre Freizeit in das Projekt investiert haben, beeinflusst der Bau des MTOsport auch die Abiturnote – Physiklehrer Christian Olejniczak ist deshalb stets vor Ort. In diesem Schuljahr ist das Unterrichtsfach „Flugzeugbau“ erstmals Bestandteil des Lehrplans. Mit dabei sind als Betreuer Sebastian Wöhlert (22) und Frederic Jaeger (30), zwei Fluggerätmechaniker der Mainzer Flugschule RheinMain, die Wartungs- und Servicebetrieb sowie Vertriebspartner von AutoGyro ist.

Oliver Höppner hat das Projekt ins Leben gerufen. Er ist Leiter des HOG-Bildungsinstituts aus Sankt Augustin und der Initiative SchulTechnikum. Vor dem Start waren viele Fragen zu beantworten. Wer finanziert den Tragschrauber? Ist es überhaupt möglich, einen Bausatz zu bekommen, wo doch AutoGyro den MTOsport ausschließlich flugfertig anbietet? Welche Schule könnte Interesse an einem solchen Projekt haben?

„Wir haben 50 Schulen kontaktiert, aber nur drei zeigten Interesse“, sagt Oliver Höppner. Am Ende bekam das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium den Zuschlag. Die Schule sieht einen ihrer Schwerpunkte im MINT-Bereich. Die Abkürzung MINT steht dabei für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Da passte das Fach namens „Flugzeugbau“ bestens ins Portfolio.

Ziel ist es, bei den Schülern den Spaß an der Luft- und Raumfahrt zu wecken. Sie lernen das praktische Arbeiten, erwerben theoretisches  Wissen und müssen ganz nebenbei kaufmännisches Denken in ihr Projekt einfließen zu lassen. Oliver Höppner will so auch für einen fließenden Übergang von der Schule ins spätere Berufsleben sorgen.

Demnächst kommt der fertige Tragschrauber auf dem Anhänger zum Hersteller nach Hildesheim, wo ein Prüfer das fertige Fluggerät abnimmt und für den Erstflug freigibt. Stationiert wird das metallic-rote Schmuckstück voraussichtlich bei der Flugschule RheinMain in Mainz oder bei Georg Wicharz‘ Tragschrauberschule Köln/Bonn in Hangelar. Und die Schüler? Die dürfen auf jeden Fall mitfliegen. „Ich habe mir vorgenommen, mit jedem einzelnen eine Runde zu drehen“, sagt Fluglehrer Georg Wicharz, der zu den Initiatoren des Projekts gehört.

Die komplette Geschichte und noch mehr Bilder erhalten Sie in der Januar-Ausgabe des aerokurier, die ab dem 28. Dezember erhältlich ist.




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