09.03.2012
aerokurier

Rotax 912 iS vorgestellt 912 iS: Rotax jetzt mit Einspritzung!

BRP-Powertrain hat sein Zugpferd, den 100 PS starken Vierzylinder-Boxermotor 912 S, mit einer elektronischen Benzineinspritzung aufgewertet. Im Werk im österreichischen Gunskirchen präsentierte der Motorenbauer den neuen 912 iS jetzt der Öffentlichkeit.

Nach einer dreijährigen Testphase mit 700 Flugstunden und weiteren 10.000 Stunden auf dem Prüfstand ist der runderneuerte Motor jetzt serienreif. 

Den größten Vorteil des Motors sieht der Hersteller im reduzierten Verbrauch: Um 21 Prozent soll der 912 iS sparsamer sein als die Vergaserversion.

Für den Piloten wird der Umgang mit dem 912 iS einfacher. Fürs Anlassen ist kein Choke mehr notwendig, das Thema Vergaservereisung gehört der Vergangenheit an und bei der Wartung entfällt das regelmäßige Synchronisieren der beiden Vergaser.

Im Gegensatz zum bewährten Rotax 912 S hat der 912 iS eine Menge Elektronik an Bord. Diese sorgt zwar stets für ein optimales Gemisch, macht sich aber auch im Gewicht bemerkbar. Der Neue bringt es auf 63,6 kg Trockenmasse - nach Angaben von Rotax sind das rund vier kg mehr als der 912 S. 

Äußerlich ist der Rotax 912 iS ein gutes Stück schicker geworden. Doch auch unter der Haube hat sich einiges getan. Die Ingenieure haben einigen Feinschliff geleistet, um das luft- und flüssigkeitsgekühlte Triebwerk an die Einspritzanlage anzupassen. Die Kurbelwelle wurde geändert, das Kühlsystem und etliche Details ebenfalls. 

Der verstärkte Generator leistet nun 430 Watt und ist in sich redundant ausgelegt. Ein Teil der Leistung steht der Bordelektrik zur Verfügung, der andere Teil der elektronischen Motorüberwachung (ECU). Zwei Zündkreisläufe und zwei Einspritzdüsen pro Zylinder gehören ebenfalls zum Standard. 

Nach wie vor stehen 74 kW (100 PS) bei 5800 U/min im Datenblatt. Leichte Abstriche gibt es beim Drehmoment, das nunmehr 121 NM bei 5800 U/min beträgt. Bei der Vergaserversion sind es 128 NM bei 5100 U/min. Die TBO beträgt weiterhin 2000 Stunden. BRP-Powertrain hat den Motor für den Betrieb mit Avgas, Mogas und E10 freigegeben. 

Nahezu unverändert sei das Einbaumaß des neuen 912ers, so dass für die Hersteller keine Probleme bei der Umstellung ihrer Muster auf den neuen Motor zu erwarten seien. Wie sich der neue Motor unter der Cowling macht, konnten die Premierengäste live erleben: Zahlreiche Flugzeugbauer sind mit ihren ULs nach Österreich gekommen, um ihre Einbauten zu zeigen.

Preislich liegt der 912 iS erwartungsgemäß über der Vergasersion, die weiterhin im Programm bleibt. Der deutsche Rotax-Vertreter, Eduard Franz aus Schechen, spricht von 3500 bis 3800 Euro Aufpreis.  

Der 912 iS wird in Gunskirchen bereits in Serie produziert. Bis Juni soll auch die EASA-Zulassung für die baugleiche Version 912 iSc vorliegen, so dass auch dem Einbau in zertifizierten Flugzeugen nichts mehr im Wege steht. 




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