15.08.2013
aerokurier

Startkladde - Starts und Landungen elektronisch erfassen Starts und Landungen elektronisch erfassen

Schluss mit handgeschriebenen und unleserlichen Startkladden. Einfache Erfassung mit wenigen Klicks auf Laptop oder Tablett-PC. Auch ohne Maus und Tastatur!

Startkladde

Mit der Startkladde 2013 wird die Führung des Hauptflugbuchs zum Kinderspiel. Foto: Strobel  

 

Seit 2008 werden auf dem Sonderlandeplatz EDTK des Flugsportring Kraichgau e.V. in Sinsheim alle Flugbewegungen elektronisch erfasst. Das von einem Flugleiter des Vereins praxisnah in Visual Foxpro, einer datenbankbasierten Sprache, geschriebene Programm bewährt sich bereits in der sechsten Flugsaison. Als Hardware fungiert ein äußerst robuster Tablett-PC von Motion Computer mit einem außerordentlichen, auch bei hellem Sonnenlicht noch sehr gut abzulesenden 10,4 Zoll großen Bildschirm. Auf der eingebauten 64 GByte SSD-Festplatte läuft jetzt Windows 7. Unleserliche und unvollständige Kladden gehören seitdem der Vergangenheit an.

Die wichtigsten Anforderung an das Programm waren: Einfachste Bedienung (auch ohne Tastatur und Maus), doppelte Datensicherung, Plausibilitätsprüfungen bei den Eingaben zur Fehlerminimierung sowie eine möglichst praxisnahe Angleichung an die Vorgehensweise der bisherigen Eintragungen in eine handschriftliche Kladde.

Nach über fünf Jahren praktischer Erprobung ist auch der letzte noch skeptische Flugleiter von diesem Programm überzeugt. Das Eintragen der Flugbewegungen wurde damit zur notwendigen Nebensache.

Das Programm ist schnell installiert. Es muss nur ein beliebiges Verzeichnis (z. B. C:\startkladde) auf einem lokalen Laufwerk erstellt werden. Dort hinein entpackt man alle Dateien, die man von der Webseite http://startkladde.info als ZIP-Archiv herunterladen kann. Ein ausführliches 70-seitiges Handbuch im PDF-Format stellt alle für eine Installation erforderlichen Informationen zur Verfügung und erklärt detailliert das Arbeiten mit diesem Programm.

Nach dem Installieren der mitgelieferten lizenzfreien Runtime-Bibliothek kann man sofort das Programm starten. Die Tabellen mit den Mitglieder- und Flugzeugstammdaten enthalten bereits einige Beispiele zum Ausprobieren. Diese lassen sich löschen und durch die Daten der eigenen Mitglieder und Flugzeuge ersetzen. Hat man diese kleine Fleißarbeit vor dem ersten Einsatz im Flugbetrieb erst einmal erledigt, können noch einige persönliche Einstellungen vorgenommen und die Bedienung des Programms damit personalisiert werden.

Das Hauptarbeitsfenster zeigt ganz oben zunächst die laufende Kladdennummer mit dem Tagesdatum und der Bezeichnung des Fluggeländes. Groß in der Mitte wird die aktuelle Uhrzeit in UTC angezeigt. Diese wird dem PC entnommen. Darunter findet man die Tabelle mit den Einträgen aller Flugbewegungen. Farblich hinterlegte Daten zeigen dem Flugleiter sofort, ob das Flugzeug noch in der Luft oder bereits wieder gelandet ist, ob eine Landung auf einem fremden Fluggelände geplant ist oder ob noch Einträge fehlen. Startzeiten, Landezeiten und Flugzeiten werden automatisch eingetragen.

Erfolgt die Landung eines Flugzeuges, klickt man einfach die entsprechende Zeile an. Im daraufhin erscheinenden überlagerten Fenster lässt sich diese Auswahl noch einmal überprüfen. Mit einem Klick auf den Landebutton wird der Flug dann als beendet markiert. Genauso einfach lassen sich alle Daten dieses Fluges nachträglich ändern, falls man einen Fehler entdeckt hat. Die Möglichkeiten zum editieren werden situationsspezifisch gesteuert, um möglichst wenig Fehler zu machen. Passen nicht mehr alle Einträge in das Fenster, dann können mit einem Klick oder Tipp auf den entsprechenden "Schaltknopf" alle Luftfahrzeuge bis auf die noch fliegenden ausgeblendet werden.

Für den Start sind im unteren Drittel des Hauptfensters zwei Startpositionen vorgesehen. In diese können z. B. bei einem Segelflugplatz mit Windenschlepp an einer Doppeltrommelwinde bereits vor dem Start die entsprechenden Daten eingetragen werden. Dazu sind lediglich einige Mausklicks oder Tipps mit dem Stift bei einem Touchscreen nötig. Klickt man auf das Flugzeugfeld, wird die Tabelle mit allen gespeicherten Flugzeugen eingeblendet. Mit einem weiteren Klick wählt man die entsprechende Maschine aus oder benützt die Möglichkeit "Fremdes Flugzeug". Ebenso verfährt man für die Eingabe des Piloten, des Mitfliegers und des Kontos für die Abrechnung der Fluggebühren. Auch hier greifen bereits viele logische Verknüpfungen und Vorgaben.

 Zur Datensicherung kann, ein Memorystick, eine SD-Speicherkarte und ein Streifendrucker verwendet werden. Auch hier gibt es vielfältige Möglichkeiten die Daten gegen jeglichen Ausfall von Hard- und Software automatisch zu schützen.

Durch eine integrierte Stammdatenverwaltung lässt sich das Programm nicht nur in Zusammenarbeit mit einem Vereinsverwaltungsprogramm, sondern vollkommen autark betreiben. Über seinen eigentlichen Zweck hinaus kann es auch den Ablauf der medizinischen Tauglichkeitsdaten der Piloten sowie die Termine der Jahresnachprüfungen für die Flugzeuge überwachen.

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Gerhard Marzinzik



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