10.03.2014
aerokurier

Flugeigenschaften erfliegenSchule der Ingenieurpiloten

Das Erfliegen von Flugeigenschaften trägt dazu bei, angenehm und sicher zu fliegende Flugzeuge zu entwickeln. Diese Aufgabe übernehmen speziell darauf vorbereitete Piloten.

DG-1001-Club-ingeniuer-Lemke

Programm-Besprechung. Das Prozedere für die Ermittlung der Flugeigenschaften ist exakt definiert. Foto: Frank Lemke  

 

Seit mehr als 70 Jahren werden die Grundlagen für das Erfliegen von Flugeigenschaften in den Akademischen Fliegergruppen vermittelt. Auf diese Weise bereiten sich die Studenten flugwissenschaftlich auf ihre Ingenieurslaufbahn vor.

Die Ermittlung der Flugeigenschaften geht auf das vor 1945 in den Flugtechnischen Fachgruppen und Arbeitsgemeinschaften entwickelte Programm zurück, das Ingenieur Hans Zacher nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgriff und wesentlich fortentwickelte. Nach seinen Worten müsse sich jedes Segelflugzeug leicht und komfortabel steuern lassen, sich jeder Hebel an der richtigen Stelle befinden und mit der korrekten Farbe gekennzeichnet sein. Seine Methode für die systematische Untersuchung der Flugeigenschaften gilt auch heute noch, wird inzwischen weltweit liebe- und respektvoll „Zachern“ genannt und findet jedes Jahr bei der Idaflieg von neuem Anwendung.

Mit diesem Programm werden sowohl Konstruktionen der Akafliegs als auch Flugzeuge der Hersteller genau unter die Lupe genommen. Neben Sondermessprojekten für Verbesserungen im Detail finden auch spezielle Flugleistungsmessungen statt. Damit einher geht die fliegerische Ausbildung des Ingenieurnachwuchses, die dem 2003 verstorbenen Hans Zacher besonders am Herzen lag.

So kommt es nicht von ungefähr, dass heute viele erfolgreiche Konstrukteure sagen können, dass der Beginn ihrer Ausbildung bei einer Akaflieg und die Teilnahme an Idaflieg-Treffen unverzichtbar für ihren beruflichen Weg in der Luftfahrt waren. Die deutsche Segelflugzeugindustrie und auch andere Luftfahrtzweige hätten ohne dieses Engagement von DLR und Idaflieg sicherlich nicht ihr heutiges hohes Niveau erreicht. Frank-Dieter Lemke zeigt im aerokurier Segelfliegen Extra den Weg zum ingenieurmäßigen Fliegen.

Mehr zum Thema:
Gerhard Marzinzik


Weitere interessante Inhalte
Filmstar Antares Autoschlepp am Abgrund

02.12.2016 - Der Hochgebirgsflugplatz Courchevel in den französischen Alpen gilt als einer der anspruchsvollsten der Welt. Mit ihrem Gefälle könnte die Landebahn auch als Skipiste genutzt werden. VW wählte diesen … weiter

Porträt Kunst-Flug oder Flug-Kunst

01.12.2016 - Dass Kunstflug nicht unbedingt mit Rollen und Loops zu tun haben muss, beweist Ilka Armitter. Sie ist Segelfliegerin und Designerin und bringt unter dem Namen „Flügelmacher“ ihre beiden Leidenschaften … weiter

Für den Amateurflugzeugbauer Sailplane Design Example

16.11.2016 - Einmal selbst ein Segelflugzeug konstruieren und bauen! Dr. Vittorio Pajino liefert dazu die theoretische Basis mit seinem Buch „Sailplane Design Example“. … weiter

World Sailplane Grand Prix Finale Holger Karow vorn

15.11.2016 - Beim Grand Prix Finale Mitte November in Potchefstroom hat sich Holger Karow gegen 17 Konkurrenten durchgesetzt. Er wurde damit zum dritten Mal Weltmeister. … weiter

Lizenz Passagierflüge mit Motor- und Segelflugzeugen

14.11.2016 - Welche Lizenz braucht man für Passagierflüge mit Segel- und Motorflugzeugen? Anwalt Frank Dörner erklärt die Rechtslage. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

aerokurier 12/2016

aerokurier
12/2016
23.11.2016

Abonnements
Digitalabo
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Pilot Report Me 262
- Reise: Südwest-Frankreich
- Pilot Report Remos GXiS
- Trixy Spirit
- Flugzeug einmotten
- Ventus Generation 3
- Fliegen über der Kalahari

Gebrauchtflugzeuge, Luftfahrtzubehör, Reiseangebote und vieles mehr:

aerokurier Online-Markt

aerokurier iPad-App