30.10.2014
aerokurier

Höhenflugzeug SunstarSolar Flight plant 4. Solarflugzeug

Solar Flight in Ramona, Kalifornien, will seine 28 Jahre Erfahrung in Entwicklung und Bau von Solarflugzeugen in das Projekt eines kommerziell genutzten Höhenflugzeug einbringen, das ganz wesentlich auf Konstruktionsprinzipien und die Laminarprofilen von Segelflugzeugen setzt.

Sunstar4

So soll der Sunstar einmal als Atmophären-Satellit dienen. Mit Solarpanlen an den Rumpfseiten wird die Sonne vom frühen Morgen bis in den Abend genutzt.  

 

Solar Flight Präsident Eric Raymond, der derzeit den zweisitzigen DuoSunseeker in der Flugerprobung hat, verspricht für den geplanten Sunstar im Vergleich zu anderen unbemannten Beobachtungsflugzeugen eine turbulenzfeste Struktur und höhere Geschwindikgeiten für den uneingeschränkten Einsatz unter realen Bedingungen. Der Sunstar soll bemannt wie unbemannt eingesetzt werden können.

Als unbemannte Telekommunikationsplattform könnte der Sunstar für Monate im Einsatz bleiben. „Wir entwickeln mit dem Sunstar einen atmosphärischen Satelliten, der die Aufgaben eines echten Satelliten übernehmen kann, aber in der Atmosphäre bleibt“, erklärte Eric Raymond. Die kürzere Distanz zu den Bodenstellen schafft höhere Up- und Downlink-Geschwindigkeiten.

Für Start- und Steiflug wird der Sunstar mit drei Motoren ausgerüstet. Im Schwebeflug wird nur noch einer genutzt. Die Luftschrauben können bei den nicht betriebenen Motoren strömungsgünstig gefaltet werden. Damit auch jeder Sonnenstrahl direkt genutzt beziehungsweise gespeichert werden kann, sind auch die Seitenflächen des Sunstar mit Solarpaneln bestückt. Für höchstmögliche aerodynamische Effizienz sorgen im Tragwerk verwendete Laminarprofile aus dem Segelflug, und die Oberflächen sollen eine ebenso hohe Güte aufweisen wie die von modernen Segelflugzeugen.

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Gerhard Marzinzik


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