26.08.2015
Erschienen in: 02/ 2015 aerokurier

TrainingsflugzeugAkaflieg Darmstadt D-43 Fuchur

Es war als schönes Weihnachtspräsent gedacht für alle, die einmal an dem rund 20 Jahre dauernden Projekt mitgewirkt haben: Im Dezember feierte die Akaflieg Darmstadt die Fertigstellung ihres neuen Doppelsitzers.

IN DIESEM ARTIKEL

Die öffentliche Vorstellung der D-43 auf dem Tradi-tionsflugplatz Griesheim war mit einem offiziellen Erstflug geplant. Den hatte dann aber der am 19. Dezember über Deutschland rasende Wintersturm verhindert. Geflogen ist der neue, ganz in CFK und im Cockpitbereich mit Dyneema-Anteilen gebaute Schuldoppelsitzer aber schon.

Den Erstflug hatte der Werkstattleiter der Akaflieg Darmstadt, Dennis Patzig, bereits am 31. Oktober in Malmsheim absolviert – im kleinen Kreis, ganz ohne Öffentlichkeit, schließlich ist der Erstflug ein heikler Akt, der mit sehr viel Spannung angegangen wird. Es ist der Moment, in dem sich zeigt, ob all die reingesteckte Arbeit tatsächlich trägt. Dennis Patzig zeigte sich noch in Griesheim begeistert von diesem Erstflug-erlebnis: „Es hat alles auf Anhieb geklappt. Die D-43 fliegt sehr gut.“ Nachbesserungen, Korrekturen? Dennis Patzig: „Es gibt keine Änderungswünsche.“

Auch die spannende Frage nach der Wendigkeit war in Malmsheim schnell geklärt. Obgleich die Querruderausschläge kleiner ausgelegt wurden, als im Entwurf ursprünglich vorgesehen, steht die D-43 einem Duo Discus in dieser Disziplin in nichts nach. Die Ruderkräfte seien erfreulich gering, berichtete Dennis Patzig. Da können sogar die hoch aufragenden Steuerknüppel etwas gekürzt werden, um mit aufgelegtem Unterarm aus dem Handgelenk steuern zu können.

Mit dem Projekt D-43 hatte sich die Akaflieg Darmstadt, die in diesem Jahr auf eine 95-jährige Geschichte und insgesamt mehr als 40 fertiggestellte Flugzeuge zurückblickt, einmal nicht der Suche nach Leistungsverbesserungen gewidmet. Für den eigenen Flugbetrieb sollte mit der D-43 ein Schul-/Trainingsflugzeug entstehen, in dem eine deutlich bessere Kommunikation zwischen Flugschüler und Lehrer möglich ist als in den üblichen Ausbildungszweisitzern mit hintereinander angeordneten Sitzen. Gefragt war ein Trainer, der den Schülern den Umstieg auf die LS4 erleichtert.


WEITER ZU SEITE 2: Komplette Neukonstruktion

1 | 2 | 3 |     
Mehr zum Thema:
Gerhard Marzinzik


Weitere interessante Inhalte
Filmstar Antares Autoschlepp am Abgrund

02.12.2016 - Der Hochgebirgsflugplatz Courchevel in den französischen Alpen gilt als einer der anspruchsvollsten der Welt. Mit ihrem Gefälle könnte die Landebahn auch als Skipiste genutzt werden. VW wählte diesen … weiter

Porträt Kunst-Flug oder Flug-Kunst

01.12.2016 - Dass Kunstflug nicht unbedingt mit Rollen und Loops zu tun haben muss, beweist Ilka Armitter. Sie ist Segelfliegerin und Designerin und bringt unter dem Namen „Flügelmacher“ ihre beiden Leidenschaften … weiter

Für den Amateurflugzeugbauer Sailplane Design Example

16.11.2016 - Einmal selbst ein Segelflugzeug konstruieren und bauen! Dr. Vittorio Pajino liefert dazu die theoretische Basis mit seinem Buch „Sailplane Design Example“. … weiter

World Sailplane Grand Prix Finale Holger Karow vorn

15.11.2016 - Beim Grand Prix Finale Mitte November in Potchefstroom hat sich Holger Karow gegen 17 Konkurrenten durchgesetzt. Er wurde damit zum dritten Mal Weltmeister. … weiter

Lizenz Passagierflüge mit Motor- und Segelflugzeugen

14.11.2016 - Welche Lizenz braucht man für Passagierflüge mit Segel- und Motorflugzeugen? Anwalt Frank Dörner erklärt die Rechtslage. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

aerokurier 12/2016

aerokurier
12/2016
23.11.2016

Abonnements
Digitalabo
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Pilot Report Me 262
- Reise: Südwest-Frankreich
- Pilot Report Remos GXiS
- Trixy Spirit
- Flugzeug einmotten
- Ventus Generation 3
- Fliegen über der Kalahari

Gebrauchtflugzeuge, Luftfahrtzubehör, Reiseangebote und vieles mehr:

aerokurier Online-Markt

aerokurier iPad-App