26.09.2016
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Red Bull Air RaceChristian Bolton steigt auf

Nach dem tragischen Unfall, bei dem der Österreicher Hannes Arch sein Leben verloren hat, geht bei den letzten beiden Saisonrennen 2016 der für 14 Piloten konzipierten Red Bull Air Race Weltmeisterschaft Ersatzmann Cristian Bolton an den Start.

Christian Bolton Red Bull Air Race

Christian Bolton. Foto und Copyright: Gomzalo Romero | Red Bull Content Pool  

 

Der Chilene bestreitet sein Debüt am 1./2. Oktober am Indianapolis Motor Speedway. Das größte Sportstadion der USA, und gleichzeitig die größte Motorsport-Anlage der Welt, ist zum ersten Mal Austragungsort der Motorsport-Serie.

Mit dem Tod Archs wird der bisherige WM-Dreikampf zum Zweikampf. Hannes Arch hat 2016 in sechs von acht Saisonrennen 41 Punkte erkämpft und ist Dritter in der Gesamtwertung. Nach seinem Absturz während eines privaten Hubschrauberfluges bleibt der Weltmeister von 2008 weiter in der WM-Tabelle 2016 gelistet. In den letzten beiden Rennen kommt es nun zu einem Titel-Duell zwischen dem Leader Matthias Dolderer und dem Australier Matt Hall. Wer beim Saisonfinale die Red Bull Air Race WM-Trophäe 2016 überreicht bekommt, entscheidet sich am 15./16. Oktober in Las Vegas.
 
Christian Bolton, im Hauptberuf Jagdflieger bei der chilenischen Luftwaffe und Staffelkommandant des Kunstflugteams "Escuadrilla de Alta Acrobacia Halcones" war für die Saison 2016 offizieller Stand-by-Pilot und komplettiert nun das Starterfeld der Red Bull Air Race Master Class. Mit gemischten Gefühlen sieht der Chilene – bislang Challenger Class Pilot und erster Vertreter seiner Nation in der Master Class – seine neue Aufgabe, den frei gewordenen Startplatz zu besetzen: „Die letzten Wochen waren sehr schwer für jeden, der mit dem Red Bull Air Race zu tun hat. Unsere Gedanken sind bei der Familie von Hannes, seinen Freunden und natürlich bei seiner Partnerin Miriam. Ich hatte die Ehre, Hannes 2014 kennenzulernen, als ich in die Challenger Class eingestiegen bin. Seine Herzlichkeit, seine Einstellung zum Leben, nicht nur was den Sport betrifft, seine Ausstrahlung und seine grenzenlose Energie, neue Ziele zu erreichen, waren einzigartig. Für mich ist und bleibt er ein Vollblut-Flieger und ein Vorbild!“

So spät in der Saison in die Master Class einzusteigen, ist eine enorme Herausforderung für Cristian Bolton. Während in der Challenger Class alle Piloten standardisierte Flugzeuge verwenden, kommen in der Master Class verschiedene Flugzeugtypen zum Einsatz. In der Königsklasse gilt es für Bolton nun, gemeinsam mit seinem Team in nur kurzer Zeit eine konkurrenzfähige Maschine an den Start zu bringen. An der Edge 540 V2 wird einer der erfahrensten Techniker dieses Sports schrauben: Nigel Dickinson, ehemaliges Teammitglied von Hannes Arch.




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