09.01.2015
aerokurier

Alpen traversMit dem Gasballon von Düsseldorf nach Verona

Es ging über Tag und Nacht: Der Start der Duisburger Ballonfahrer Wilhelm Eimers (64) und Benjamin Eimers (29) mit dem Belgier Ramses Vanneste (33) erfolgte Sonntagabend in Düsseldorf um 22:10 Uhr, in Verona landete er am frühen Montagnachmittag um 14 Uhr.

Ballon-Eimers

Mitten über den Alpen bei 100-km/h-Schiebewind. Foto: Eimers  

 

Die Nachtfahrt am 4. und 5. Januar war auch der Luftraumstruktur geschuldet. Ohne größere Flugsicherungsauflagen fuhren die Ballonfahrer nach ihrem abendlichen Start zunächst Richtung Bergisches Land und in einer Höhe von 1500 m in den Luftraum des Köln/Bonner Flughafens ein. Gegen 3 Uhr in der Nacht, nach Überquerung des Taunus, erlebten Sie mitten über Frankfurt die hell erleuchtete Metropole. Im Hintergrund strahlte der größte deutsche Flughafen Frankfurt International, der jedoch in der Nacht keinen Flugverkehr hat.

Danach stiegen die Ballonfahrer auf 1700 m, um mit dem schnelleren Wind weiter Richtung Alpen zu fahren. Mit 40 km/h kam das Ballonteam gut voran. Die winterlichen Temperaturen in dieser Vollmondnacht waren mit nur -3°C. noch gut auszuhalten.

Um die Alpen bei Tage und an einer guten Stelle zu überqueren, stieg Eimers am frühen Morgen auf 3200 m. Jetzt fuhr der Ballon genau auf Memmingen/Allgäu zu. Zuvor war der Luftraum von Stuttgart westlich liegen gelassen worden. Bevor die wärmende Sonne um 08:30 Uhr aufging, wurde es richtig unangenehm kalt. -15°C. zeigte das Thermometer.

Mit der Überfahrt der 4000 m hohen Dolomiten musste der Gasballon, auch wegen den 100 km/h schnellen Höhenwinden, auf 5300 m Höhe aufsteigen, um den starken Turbulenzen auszuweichen. Damit war die größte mögliche Fahrthöhe auch erreicht. Danach waren von dem zur Höhenregulierung mitgenommenen 50 Sandsäcken a 10 kg nur noch 10 Säcke übrig, die als Reserve für eine sichere Landung benötigt wurden.

Das letzte große Erlebnis war die Überfahrt des gesamten Gardasees in 4000 m. Bei gut 100 km Sichten lag der 52 km lange See wunderbar vor den Ballonfahrern. Nach 700 km Fahrtstrecke und 15 Stunden Luftfahrt stand die Landung in der Poebene an.

Ballonweltmeister Matthias Zenge (50) aus Thüringen machte bei dieser besonderen Gasballonfahrt den so Rückholer. Am Vorabend um 18 Uhr in Mühlhausen in Thüringen mit seinem Ballonverfolgerauto gestartet, traf er nach über 1000 km Fahrt nur 15 Minuten nach der Landung bei den Alpenüberquerern ein. Dank des mitgeführten Trackersystems fand er den Ballon sofort.

Mehr zum Thema:
Gerhard Marzinzik



  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

aerokurier 12/2016

aerokurier
12/2016
23.11.2016

Abonnements
Digitalabo
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Pilot Report Me 262
- Reise: Südwest-Frankreich
- Pilot Report Remos GXiS
- Trixy Spirit
- Flugzeug einmotten
- Ventus Generation 3
- Fliegen über der Kalahari

Gebrauchtflugzeuge, Luftfahrtzubehör, Reiseangebote und vieles mehr:

aerokurier Online-Markt

aerokurier iPad-App