08.07.2010
aerokurier

Intro Thema der Woche Allgemeine Navigation PPLTheoriewissen aufgefrischt: Allgemeine Navigation

In der Allgemeinen Navigation dreht sich der Unterricht um Grundlagen der Kartenkunde sowie Rechenverfahren für die Flugvorbereitung. Auch im GPS-Zeitalter ist das Hintergrundwissen notwendig und ratsam.

IN DIESEM ARTIKEL

Viele Fluganfänger schaudern beim Blick in die Navigationsthemen. Manches erinnert an Matheunterricht in der Schule, verhasste Vektorrechnung oder die Kursbestimmung zu Zeiten von Christoph Kolumbus in der Seefahrt.

Doch das Thema bietet viele Facetten über die Einstellung hinaus: "Was soll ich das rechnen, später fliege ich sowieso mit GPS". Das beginnt mit der Kartenkunde: Kenntnis der Symbole und Bezeichnungen ist lebenswichtig, sonst droht der Einflug in Sperrgebiete oder ähnlich unangenehme Regionen des Luftraums. ED-R ist ED-R, ganz gleich ob modernes GPS oder Knitterkarte aus Papier.

Beim ersten Blick auf die ICAO-Karte der DFS mag mancher Anfänger angesichts der bunten Flächen, Schraffuren, Symbole und Linien noch ratlos schauen. Dieses erschließt sich aber schnell bei der ersten Flugplanung.

Wichtig ist nicht nur das Lernen der Symbole. Die ICAO-Karte hält auch viele Hinweise bereit, wenn einzelne Inhalte nicht sofort präsent sind. So verrät sie auf der Rückseite Funkfrequenzen oder auch die Bedeutung von Lichtsignalen, wenn der Funk einmal ausfallen sollte.

Das Gradnetz der Erde ist navigatorisches Grundwissen. Der PPL-er sollte die Grundlagen hier begreifen, Unterschiede zwischen Längen und Breitengrad kennen und ihre Eigenheiten. Dass der Breitengrad immer den gleichen Abstand von seinem Nachbarn hat und die Längengrade tückischerweise zusammenlaufen, bleibt aber schon im Laufe des Theorieunterrichts im Hinterkopf hängen.

Projektionen in Karten sind eher ein Thema aus der ATPL-Welt. Mit den Feinheiten der Lambertschen Schnittkegelprojektion im Vergleich zur Mercatorprojektion beschäftigt sich der durchschnittliche Privatpilot um Umkreis seines Heimatflugplatzes meist weniger.

Im praktischen Flugalltag auf einer Strecke von 30 Nautischen Meilen ist die Abweichung in der Karte weit geringer als die Abdrift des Windes. Diese Aspekte dienen eher der Erweiterung des Allgemeinwissens und sind sicher von Vorteil, wenn eine Atlatiküberquerung mit dem UL geplant ist. In der Praxis reicht in der Regel die Kenntnis, dass es unterschiedliche Arten von Karten gibt und sich mitunter Abweichungen zwischen Rechnung und tatsächlichem Weg in der Luft ergeben.

 

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