05.04.2017
Erschienen in: 04/ 2017 aerokurier

LuftfahrtmesseAERO 2017: Infos für den Fliegernachwuchs

Seit Jahren bietet die AERO auch für die Piloten und Luftfahrtfachleute der Zukunft ein interessantes Programm. Im Rahmen der Aktion „Be a pilot“ erfahren sie alles Wissenswerte zum Einstieg in die Fliegerei.

ae 04-2017 aero 2017 Be a Pilot

Ob im Simulator oder beim computergestützten Screening: Auf der AERO kann jeder heraus-finden, ob er zum Piloten taugt. Foto und Copyright: Messe Friedrichshafen  

 

Blütenweißes Hemd, vier Streifen auf der Schulter  und die obligatorische Ray-Ban-Sonnenbrille im Gesicht – auch wenn der Alltag als Airliner-Kapitän heute kaum mehr dem Klischee vom umschwärmten Helden entspricht, ist Pilot noch immer ein begehrter Beruf. Die Voraussetzungen aber, um erfolgreich den Weg ins kommerzielle Cockpit zu gehen, sind hoch: Belastbarkeit, Konzentrations- und Multitasking-Fähigkeit, Teamfähigkeit und die Gabe, auch in schwierigen Situationen Ruhe zu bewahren, zeichnen die Profis am Steuerknüppel aus.

Auch wenn die Pilotenausbildung auf die Förderung dieser Eigenschaften bis zur Perfektion fokussiert ist, müssen Bewerber schon bei den Assessment Centers der Airlines nachweisen, dass sie über ein gewisses Maß davon verfügen. Ob die jungen Besucher der AERO, die ihre berufliche Zukunft im Cockpit sehen, tatsächlich die entsprechenden Voraussetzungen mitbringen, können sie dieses Jahr im Rahmen der Aktion „Be a pilot“ herausfinden. Am Stand des aerokuriers (A3-101) bieten die Messe Friedrichshafen und das Airline Test Trainings Center (ATTC) in Zusammenarbeit mit dem aerokurier und aero.de Interessierten die Möglichkeit, ein computergestütztes Screening zu durchlaufen. Dabei werden kapazitive, psychomotorische und kenntnisbasierte Leistungsbereiche aus der fliegerischen Potenzialabklärung überprüft. Das Angebot steht an allen vier Messetagen zur Verfügung und ist kostenfrei.

Tests sind aber nicht alles, denn sie geben keine Auskunft darüber, wie der Arbeitsalltag eines Piloten aussieht oder welche Wege ins Cockpit führen. Aber auch dafür haben die Organisatoren von „Be a pilot“ gesorgt, denn wie in den Vorjahren sind im Foyer West und im Durchgang zur Halle A3 zahlreiche Flugschulen vor Ort – da-runter bekannte Namen wie TFC Käufer, die in Kooperation mit airberlin ausbildet, oder Aero Beta, eine große Flugschule am Stuttgarter Flughafen. Hier können sich die Piloten von morgen aus erster Hand über den Ablauf der Ausbildung und die Kosten informieren.

Abgerundet wird das Angebot durch die Präsenz von Hochschulen, die luftfahrtspezifische Studiengänge wie beispielsweise Business Administration mit Vertiefung Aviation Management oder Aviation Business and Piloting – Technik und Wirtschaft in der Luftfahrt anbieten. Vielfach werden derartige Studiengänge heute mit einer Pilotenausbildung kombiniert. So haben Absolventen zwei berufliche Standbeine und können flexibel auf Angebote am Arbeitsmarkt reagieren. Die Fachleute an den Ständen geben gerne Auskunft zu Bewerbungsverfahren und Anforderungen. Und dass sogar Institutionen aus den USA Interesse an der Aktion „Be a pilot“ haben, zeigt nicht zuletzt das Engagement der Embry Riddle Aeronautical University aus Daytona, Florida, die ebenfalls mit einem Stand vertreten ist.

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Lars Reinhold



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