24.03.2017
aerokurier

Unterstützung gesuchtWiederaufbau einer Klemm 35D

Letzten Sommer musste Werner Ammann in der Nähe von London notlanden, wodurch seine Klemm 35D erheblich beschädigt wurde. Der Wiederaufbau ist mit viel Aufwand verbunden, weshalb der Schweizer um Unterstützung bittet.

Klemm 35D

Wer unterstützt Werner Amman bei dem Wiederaufbau seiner Klemm 35D? Foto und Copyright: Werner Ammann  

 

Die Klemm 35D ist eine Rarität. Der Flugzeugingenieur Hanns Klemm entwickelte sie in Böblingen und präsentierte sie im Rahmen der Internationalen Luftfahrtschau im Oktober 1935 in Mailand. Der als Schul- und Sportflugzeug konzipierte Tiefdecker weckte das Interesse der schwedischen Luftwaffe, die daraufhin 75 Flugzeuge in Auftrag gab. Die Lieferung ins Ausland trug maßgeblich dazu bei, dass es heute noch flugtaugliche Modelle gibt, denn die Klemm, die sich in deutschem Besitz befanden, wurden im Zuge der Demilitarisierung in der Nachkriegszeit weitgehend zerstört.

Klemm 35D - Notlandung

Die Klemm 35D wurde bei der Notlandung stark beschädigt. Foto und Copyright: Werner Ammann  

 

Werner Ammann aus Madetswil, Zürich, macht als junger Flugzeugmechaniker Bekanntschaft mit der Klemm 35D. 1968 erwirbt er die D-EJUL, importiert sie in die Schweiz, wo sie das Kennzeichen HB-UBK erhält, und unterzieht sie einer Generalrevision. Nach dem erfolgreichen Erstflug 1973 bereist er mit ihr weite Teile Europas. Als er letzten Juli in England unterwegs ist, versagt der Motor und zwingt den Piloten, in einem Kornfeld notzulanden. Ammann und sein Sohn überstehen die Notlandung unversehrt, doch die Maschine erleidet einen Totalschaden.

Werner Ammann

Bereits als junger Mann steckte Werner Ammann viel Arbeit in das Flugzeug. Foto und Copyright: Werner Ammann  

 

„Die Klemm 35D ist ein Teil meines Lebens“, erklärt Ammann, „und für mich ist klar, dass ich das Flugzeug wieder aufbauen muss.“ Technische Zeichnungen aus dem Jahr 1939, Werkzeug und Schablonen sind vorhanden, die Arbeit könnte beginnen, doch alleine sieht der 70-Jährige sich nicht in der Lage, die Klemm wiederaufzubauen. Einige Arbeiten, wie etwa die Reparatur der Flügel, würde er gerne an externe Firmen delegieren, doch dafür fehlen ihm die finanziellen Mittel. Deshalb hat er alle 154 Familien, die den Namen „Klemm“ tragen und in der Schweiz wohnen, schriftlich kontaktiert und hofft auf deren Solidarität. Sofern es auch unter den aerokurier-Lesern jemanden gibt, der den Wiederaufbau der Klemm 35D unterstützen möchte, erreicht er Werner Ammann unter: werner_ammann1@hotmail.com.




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