16.01.2012
aerokurier

Italien Steuer ReisewarnungReisewarnung: Italien verlangt Luxussteuer!

Die italienische Regierung ist bei der Suche nach neuen Einnahmequellen bei der Luftfahrt fündig geworden: Flugzeugbesitzer müssen ab diesem Jahr eine hohe Luxussteuer entrichten. Dies gilt nicht nur für italienische Flugzeuge, sondern auch für alle ausländischen Flugzeuge, die sich länger als 48 Stunden in Italien aufhalten!

Tecnam mit italienischer Registrierung

Der italienische Staat verlangt jetzt von allen Flugzeugbesitzern eine gewichtsabhängige Luxussteuer. Foto und Copyright: © Paul Kaps  

 

Piloten, die in diesem Jahr geplant hatten, mit dem eigenen Flugzeug  nach Italien zu fliegen, sollten sich dringend ein anderes Reiseziel aussuchen, es sei denn, sie sind bereit, zusätzlich zu den anderen Gebühren auch noch einen stattlichen Beitrag zur Sanierung der italienischen Staatsfinanzen zu leisten. Das neue Luxussteuergesetz ist ab sofort gültig und sieht vor, dass Flugzeugbesitzer abhängig von der maximalen Abflugmasse folgende Steuer zu zahlen haben:
bis 1.000 kg MTOW 1,50 €/kg,
von 1.001 bis 2.000 kg MTOW 2,50 €/kg,
von 2.001 bis 4.000 kg MTOW 4,25 €/kg,
von 4.001 bis 6.000 kg MTOW 5,75 €/kg,
von 6.001 bis 8.000 kg MTOW 6,65 €/kg,
von 8.001 bis 10.000 kg MTOW 7,10 €/kg,
ab 10.001 kg MTOW 7,55 €/kg.

Im Klartext bedeutet dies: Eine Diamond DA40 kostet zusätzlich 2.817 Euro pro Jahr, eine Cirrus SR22 G3 glatt 3.777,90 Euro. Diese Steuer wird auch auf ausländische Flugzeuge erhoben, wenn diese sich länger als 48 Stunden pro Jahr in Italien aufhalten! Segelflugzeuge und ULs werden pauschal mit 450 Euro pro Jahr besteuert, während Hubschrauber gewichtsabhängig pauschal das Doppelte der Motorflugzeugsteuer zahlen müssen.

Regierungsflugzeuge, Flugzeuge im Besitz des italienischen Aeroclubs oder Flugzeuge von anerkannten italienischen Flugschulen sowie Rettungsflugzeuge und -hubschrauber sind von der Steuer befreit.

Die verschiedenen Luftfahrtverbände laufen gegen diese Steuer Sturm, denn sie vernichtet die Allgemeine Luftfahrt in Italien komplett - und schädigt so Italien selbst. Die AOPA Germany sagte: "Die europäischen AOPAs werden sich mit dieser Steuer sicherlich nicht abfinden. Zum einen wäre sie eine Katastrophe für unsere italienischen Freunde, deren Flugzeuge sich kaum noch bezahlen lassen würden. Zum anderen müsste man Italien von der Liste der Flugziele sicherlich komplett streichen. Außerdem droht aber auch ein Dominoeffekt, wenn sich andere Länder von dem italienischen Beispiel inspirieren lassen und diese neue Steuer im „Copy and Paste" Verfahren übernehmen."




  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

aerokurier 12/2016

aerokurier
12/2016
23.11.2016

Abonnements
Digitalabo
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Pilot Report Me 262
- Reise: Südwest-Frankreich
- Pilot Report Remos GXiS
- Trixy Spirit
- Flugzeug einmotten
- Ventus Generation 3
- Fliegen über der Kalahari

Gebrauchtflugzeuge, Luftfahrtzubehör, Reiseangebote und vieles mehr:

aerokurier Online-Markt

aerokurier iPad-App