22.11.2016
Erschienen in: 01/ 2014 aerokurier

Tipps für den InseltripBaltrum im Frühjahr

Baltrum ist die kleinste der Ostfriesischen Inseln. Für ihre Fans ist sie auch die schönste. Nicht nur Naturfreunde kommen hier auf ihre Kosten. Kenner lieben die Randsaison.

Raus aus dem Cockpit und tief durchatmen. Der würzige Duft von Baltrum ist der Hit für jeden Neuankömmling aus dem Binnenland. Die kleinste der Ostfriesischen Inseln ist ideal für einen Kurz- oder Wochenendtrip. Nicht nur weil sie, gerade mal 4,5 Kilometer lang und an ihrer breitesten Stelle 1,5 Kilometer messend, die Insel der kurzen Wege ist. Hier bekommt man einen der schönsten Nordseestrände, eine tolle Dünenlandschaft und viele Angebote für Aktivitäten auf kleinstem Raum. Allerdings sollte man mit seinem Flugzeug mit 360 m wunderbar eben gepflasterter Piste klar kommen. Bei Bedarf verlängern ansatzlos in die Bahn übergehende immer kurz gemähte Grasflächen die Anrollstrecke. Und der meist wehende Wind, überwiegend aus den westlichen Quadranten, hilft auch noch bei Starts und Landungen auf der kurzen Piste. Ein gutes Training für angehende Helgolandflieger. Doch allein zum Üben präziser Landungen ist Baltrum natürlich viel zu schade.

Die Piste steht schon mal unter Wasser

Kenner der Insel schätzen nicht nur die Sommersaison für einen Trip nach Baltrum. Für sie sind die Randsaisons vor und nach dem großen Urlauberansturm nicht weniger attraktiv. Und ganz hartgesottene Nordseefans kommen bei guten Wetterlagen auch schon mal im Winter eingeflogen. Spätestens dann empfiehlt sich aber ein vorheriger Anruf bei Flugleiter Mirko Schmidt, ob denn die Bahn überhaupt nutzbar ist. Bei Springflut und länger anhaltendem starken Nordwestwind kann der Platz, der nur sechs Fuß über dem Meeresspiegel liegt, schon mal unter Wasser stehen. Mit einsetzender Ebbe ist das Schauspiel aber meist schnell wieder vorbei und es kann wieder geflogen werden. Allerdings sollte man dann erst mal nur auf der Bahn und der befestigten Abstellfläche rollen, bis die Rasenflächen abgetrocknet sind. 

Trotz der überschaubaren Größe der Insel sollte man sich gleich einen der im Flugleitercontainer ausliegenden Inselpläne greifen, in denen von Restaurants bis zu Museen und Pensionen alle möglichen Anlaufpunkte verzeichnet sind. Auch außerhalb der Hauptsaison sind immer einige Restaurants verschiedener Preislagen, Cafés und Kneipen geöffnet. Insider-Infos dazu kann Mirko Schmidt geben. In zwei bis drei Gehminuten ist man vom Flugplatz im Ort. Baltrums etwas über 500 Insulaner verteilen sich auf West-, Ost- und Altes Ostdorf. Für den Inselneuling sind sie bei den kurzen Wegen kaum zu unterscheiden.

Ein Muss für Baltrum-Gäste ist das „Tidenhus/Nationalparkhaus Wattenmeer“. Auf dem Weg vom Flugplatz ins Dorf läuft man praktisch genau darauf zu. Hier erfährt man viel über den weltweit einmaligen Lebensraum rund um die Insel. Als Pilot begreift man schnell, warum über dem Wattenmeer nicht zu tief geflogen werden soll. Ab Ostern ist hier auch eine Ausstellung über den für die Insel so wichtigen Küstenschutz zu sehen. Das Team des Hauses bietet sehr empfehlenswerte Wattführungen an, lehrreich und mit viel Spaß. Das Nationalparkhaus Wattenmeer ist nur zwischen Ostern und dem Ende der Herbstferien regelmäßig geöffnet. Unter der Telefonnummer 04939/469 (nur vormittags) kann man jedoch auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten einen Besuch vereinbaren. Wer darüber hinaus etwas über die Geschichte der Insel erfahren möchte, ist im Museum „Altes Zollhaus“ an der richtigen Adresse.

Beinahe obligatorisch für den Kurztrip nach Baltrum ist der Strandspaziergang. Mit etwas Glück kann man am Ostende der Insel Seehunde sehen, deren Population sich nach einer Virus-Epidemie in den vergangenen Jahren gut erholt hat. Um sie nicht zu stören, sollte man 300 m Abstand halten. Lieber ein Fernglas mitnehmen.

Eine Garantie bietet Baltrum: Wer wieder abfliegt, nimmt viele Eindrücke mit. Spätestens dann wird klar: Baltrum ist etwas für Wiederholungstäter.

aerokurier Ausgabe 01/2014




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