29.01.2010
aerokurier

Meutsch Etappe 10 Kapstadt - MaunReiner Meutsch startet von Kapstadt nach Maun

Die Fly & Help Cheyenne hat ihre nächste Etappe absolviert. Von Kapstadt ging es mit Tankstopp in Upington nach Maun.

Reiner Meutsch schildert seine Eindrücke für die Leser von aerokurier.de:

"Es ist Freitag, Deutschland versinkt im Schnee und in Kapstadt haben wir herrliche 25 Grad. Arnim und ich freuen uns auf die Ankunft des n-tv-Kameramanns Andreas Meißner, der nun als drittes Crewmitglied bis Addis Abeba (Äthiopien) mit uns reist. Wir treffen uns direkt auf dem Flughafen.

Nach dem Start dürfen wir mit unserer Piper Cheyenne eine 180 Grad-Kurve über Kapstadt fliegen: was für eine grandiose Aussicht auf den Tafelberg, die Waterfront, das Fußballstadion und die Stadt!

Unser heutiger Flug wird über eine Strecke von 1.100 NM führen, bis wir nach circa fünf Stunden in Botswana landen. Arnim und ich beschließen zur Sicherheit einen Tankstop in Upington, im Norden Südafrikas einzulegen.

Wir zahlen 14 Euro Lande-, Abstell- und Abwicklungsgebühr für unser Flugzeug und 50 Eurocent pro Liter Jet-A-1. Südafrika ist einfach ein Paradies für Piloten.

Als wir wieder abheben, sehen wir schon kurz nach dem Start die Kalahari. Wir fliegen 500 Kilometer weit und sehr tief über diese legendäre Wüstenlandschaft. Das extrem trockene und lebensfeindliche Rückzugsgebiet der San (bei uns auch unter der Bezeichnung Buschmänner bekannt) ist in kräftiges Orange getaucht. Ein wirklich imposantes Naturschauspiel.

Nach weiteren zwei Stunden Flug öffnet sich vor uns das Okawango-Delta mit seinen unendlich weiten Sumpfgebieten und dem Moremi-Naturreservat. Große Herden von Büffeln, Elefanten, Zebras, Giraffen und Kudus haben hier ihren Lebensraum. Unter uns ziehen Elefanten vorüber und wir sehen die riesigen Salzpfannen. Das Okawango-Delta hat eine Ausdehnung von 16.000 Quadratkilometern und gilt unter Geologen als einzigartig. Schon vor 23 Jahren berichteten mir Abenteurer in der RPR1-Radiosendung „Mein Abenteuer“ von diesem Binnendelta. Nun bin ich selbst da und kann diese beeindruckende Szenerie mit eigenen Augen sehen.

Botswana ist ein landschaftliches Paradies und leuchtet in sämtlichen Farbtönen von grün, blau, rot bis gelb. Schon lange habe ich den Autopiloten deaktiviert und fliege „von Hand“. Wir genießen die Natur und Kameramann Andreas filmt unaufhörlich. Botswana ist flächenmäßig betrachtet größer als Deutschland, hat aber nur etwa 1,8 Millionen Einwohner. Es ist eines der bevölkerungsärmsten Länder der Welt.

Nach der Landung und der Abfertigung in Maun kommt ein Handlingagent und möchte für den Service der Abwicklung 850 US-Dollar von mir. Ich entgegne ihm, dass ich ihn nicht bestellt habe und er deshalb kein Geld bekommt. „Kein Problem“ sagt er, bedankt sich äußerst höflich fürs Kennenlernen und geht. Mir fehlen die Worte.




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