15.01.2010
aerokurier

Meutsch Etappe 4 Nouakchott BissauReiner Meutsch ist in Guinea-Bissau gelandet

Heute um 09.30 Uhr (UTC) sind die beiden Piloten Reiner Meutsch und Arnim Stief zu ihrer nächsten Etappe gestartet. Das Tracking-System an Bord der N191MA funktioniert noch nicht wieder.

Der Fly & Help-Gründer Reiner Meutsch und sein Copilot Arnim Stief sind sicher in Bissau gelandet. Mit 372 Nautischen Meilen war die heutige vierte Etappe des Weltflugs die bisher kürzeste. Nur rund 700 Kilometer Wüste und Berge sowie Sümpfe in Guinea-Bissau trennten den Startflugplatz Nouakchott in Mauretanien von dem Zielflugplatz Bissau im schwarzafrikanischen Guinea-Bissau.

Reiner Meutsch beschreibt den Tag so: "Heute verlassen wir sehr früh unsere Unterkunft, das Hotel Houda in Nouakchott, wo wir die einzigen Gäste waren. Der Muezzin ruft zum Gebet, und die Sonne geht auf. Es ist angenehm warm, um die 20 Grad. Am Flughafen wundern wir uns, dass es keine Gepäckkontrolle gibt, obwohl vor Terroranschlägen gewarnt wurde. Auch an der Passkontrolle sehen wir niemanden, also gehen wir mit einem Mann von der Flugabfertigung direkt zum Flugzeug. Um 9.30 Uhr hebt unsere Piper ab. Wir blicken herab auf Nouakchott und sind beide der gleichen Meinung: Hier muss man nicht noch einmal hin!"

Auf ihrem Weg nach Bissau überflogen sie in der Piper Cheyenne I Dakar im Senegal, den westlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents. Reiner Meutsch: "Das Landschaftsbild wechselt schnell von karger Wüstenlandschaft zu fruchtbarem Land, als wir die Grenze zum Senegal überfliegen. Unter uns liegt Dakar auf einer Landzunge. Zwischendurch melden sich die Kontrolllotsen bei uns mit einer Bitte: Sie haben den Funkkontakt zur Crew eines italienischen Flugzeuges verloren, ob wir es versuchen könnten. Leider erreichen auch wir die Crew nicht.
Wir überfliegen die traumhaft schönen Strände der Atlantikküste Gambias. Die Landschaft wechselt abermals, als wir die Grenze zu Guinea-Bissau überfliegen. Die 160 Kilometer lange Küste mit den vorgelagerten Bissagos-Inseln ist durch tief ins Land reichende Mündungstrichter sehr zerklüftet. Und der Küstenstreifen leuchtet in allen möglichen Grüntönen. Wir landen auf dem Flughafen Bissalance, der zirka zehn Kilometer von der Hauptstadt Bissau entfernt ist. Wir sind nun also in Westafrika angekommen. Wir tanken 590 Liter für den Weiterflug am Sonntag und zahlen bar (74 Eurocent pro Liter). Auf dem Vorfeld holt uns ein Auto für die Fahrt zum Hotel ab. Es gibt keine Kontrolle, keine Schranken."

Guinea-Bissau zählt laut Vereinten Nationen zu einem der am wenigsten entwickelten Staaten der Welt. Mit einem Bruttosozialprodukt von nur 206 US-Dollar pro Einwohner und Jahr ist die ehemalige portugiesische Kolonie Guinea-Bissau eines der ärmsten Länder der Erde.

Die nächste Etappe des Weltflugs geht von Bissau nach Accra in Ghana. Die für den 17. Januar geplante Strecke beträgt 1.090 Nautische Meilen (2.020 Kilometer) und ist damit eine der längsten Nonstop-Strecken in Afrika.

 




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